Heute ist der 20.07.2026. In einer Zeit, in der die Lebenshaltungskosten steigen und die Zukunft der gesetzlichen Rente oft ungewiss erscheint, ist es mehr denn je wichtig, sich mit dem Thema Altersvorsorge auseinanderzusetzen. Besonders ab einem Alter von 40 Jahren wird die Bedeutung dieser Thematik deutlich. Viele Menschen, vor allem Frauen, neigen dazu, die eigene Rentensituation zu ignorieren, während sie sich um Kinder, Karriere und Hypotheken kümmern. Doch die Uhr tickt, und die Rentenbescheide zeigen oft, dass das, was wir als „Rente“ erwarten, nicht ausreicht.

Eine typische Frau, die mit 40 Jahren und 15 Beitragsjahren in die Rentenplanung schaut, hat oft nur 15 bis 20 Rentenpunkte angesammelt. Das bedeutet eine monatliche Rentenanwartschaft von 612 bis 816 Euro brutto, was nach Abzügen (Kranken-, Pflegeversicherung und Steuern) gerade mal 500 bis 670 Euro netto übrig lässt. Wer sich dann fragt, wo er mit diesem Betrag im Alter stehen wird, findet schnell heraus, dass es eine Rentenlücke gibt, die es zu schließen gilt.

Rentenlücke verstehen und schließen

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem benötigten Einkommen im Ruhestand und dem, was tatsächlich aus der gesetzlichen Rente und anderen Quellen fließt. Viele Deutsche haben nicht einmal eine Ahnung, wie groß ihre Rentenlücke ist, obwohl die Berechnung nicht wirklich kompliziert ist. Faustregel: Im Ruhestand benötigt man etwa 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Wer heute beispielsweise 2.000 Euro netto verdient, braucht im Alter etwa 1.600 Euro, um den gewohnten Lebensstil beizubehalten.

Die Zahlen sind erschreckend: Angenommen, dein Nettogehalt liegt bei 2.800 Euro, dann benötigst du im Ruhestand rund 2.240 Euro. Wenn die gesetzliche Rente und andere Einkünfte (wie die betriebliche Altersvorsorge) nur 1.200 Euro netto bringen, bleibt eine Lücke von 890 Euro, die geschlossen werden muss. Um diese Lücke zu füllen, braucht man ein Vermögen von etwa 305.000 Euro. Das klingt nach viel – und das ist es auch. Umso wichtiger ist es, frühzeitig zu handeln und private Vorsorge zu betreiben.

Handeln statt abwarten

Stellen wir uns mal ein Szenario vor: Eine Frau arbeitet bis 67 in Teilzeit, hat ein Bruttogehalt von 1.800 Euro und erwirbt dabei weitere 18 Rentenpunkte. Ihre Bruttorente würde dann bei etwa 1.428 Euro liegen, was nach Abzügen ca. 1.170 Euro netto ergibt. Aber der monatliche Bedarf im Alter liegt bei 2.000 Euro, was bedeutet, dass sie mit einer Rentenlücke von etwa 830 Euro dasteht. Das ist nicht gerade rosig.

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Jetzt kommt der spannende Teil: Wenn ab 40 Jahren gehandelt wird, kann die Situation ganz anders aussehen. Ein ETF-Sparplan, in den monatlich 200 Euro investiert werden, könnte bei einer Rendite von 7 Prozent nach 27 Jahren rund 185.000 Euro einbringen. Hinzu kommt eine betriebliche Altersvorsorge von 100 Euro monatlich, mit einem 15-prozentigen Arbeitgeberzuschuss und einer Rendite von 4 Prozent, was noch einmal etwa 58.000 Euro generiert. Wenn man dann noch zwei Kindererziehungsjahre nachmeldet, kommt man auf ca. 20.000 Euro mehr Rente, was rund 83 Euro monatlich bedeutet. Das ergibt eine gesamte monatliche Rente von etwa 2.063 Euro – statt der mageren 1.170 Euro. Ein Unterschied von fast 900 Euro monatlich – über 20 Jahre macht das mehr als 216.000 Euro!

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten, die eigene Altersvorsorge zu optimieren. Fünf Jahre später mit dem Sparen zu beginnen, kann im schlimmsten Fall zu einem Verlust von 65.000 Euro führen. Daher gilt: Je früher man anfängt, desto weniger muss man später sparen. Einmal mehr zeigt sich, dass die eigene Zukunft in den eigenen Händen liegt. Man muss nur mit den richtigen Schritten beginnen.

Praktische Tipps für die Altersvorsorge

  • Rentenbescheid genau lesen und Rentenlücke berechnen.
  • Ein Depot eröffnen und einen ETF-Sparplan einrichten.
  • Das Rentenkonto auf Lücken prüfen und fehlende Zeiten nachmelden.

Der Weg zur finanziellen Sicherheit im Alter ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Wissens. Jährliche Renteninformationen der Deutschen Rentenversicherung geben Aufschluss über die aktuelle Rente, die hochgerechnete Rente und die Rente mit Anpassung. Wenn du das alles im Hinterkopf behältst, bist du schon einen großen Schritt weiter. Also, liebe Frauen in Stuttgart – packt es an! Die Zukunft wartet nicht!