Heute ist der 21.05.2026 und die Diskussion um die Altersvorsorge nimmt wieder Fahrt auf. Insbesondere die Riester-Rente, die über die Jahre immer wieder in der Kritik stand, wird nun durch ein neues, staatlich gefördertes Modell ersetzt. Aber was bedeutet das konkret für die Sparer? Schauen wir uns die Optionen etwas genauer an.

In der Ansparphase der Riester-Verträge gibt es drei Hauptoptionen, die man im Hinterkopf behalten sollte. Zuerst haben wir den günstigen Vertrag mit hoher Förderung. Das ist vor allem für Personen mit vielen Kinderzulagen oder einem niedrigen Einkommen ein echter Gewinn. Die Möglichkeit, weiter zu besparen, ist hier besonders attraktiv.

Dann gibt es noch die teureren oder enttäuschenden Verträge, bei denen eine Kündigung im schlimmsten Fall hohe Verluste mit sich bringen kann. Hier könnte man den Vertrag beitragsfrei stellen – das bedeutet keine neuen Einzahlungen, aber auch keine Risiken durch Förderschädlichkeit. Und schließlich ist da die Kündigung mit kompletter Auszahlung. Das ist ein drastischer Schritt und sollte wirklich die Ausnahme sein, denn dabei gehen Zulagen und Steuervorteile verloren. Und jetzt kommt das neue geförderte Altersvorsorgesystem ins Spiel, das die Möglichkeit bietet, bestehende Riester-Verträge in ein neues Altersvorsorgedepot zu übertragen. Aber Vorsicht! Das kann auch Kosten und Risiken mit sich bringen.

Die Auszahlphase und ihre Tücken

In der Auszahlphase wird es spannend, vor allem was passiert, wenn der Fall der Fälle eintritt. Hier hängt die Behandlung im Todesfall stark von der gewählten Produktart ab. Bei klassischen Rentenversicherungen etwa ist die Rentengarantiezeit entscheidend für die Auszahlung an die Hinterbliebenen. Bei bank- oder fondsgebundenen Verträgen hingegen gibt es oft einen zweigeteilten Auszahlplan: bis zum 85. Lebensjahr gibt’s eine bestimmte Auszahlung, danach greift die lebenslange Rentenversicherung.

Eine vollständige Einmalzahlung zum Rentenbeginn ist jedoch nicht möglich, denn die Riester-Förderung zielt ja auf eine lebenslange Altersversorgung ab. Das Gesetz erlaubt allerdings eine Entnahme von bis zu 30 Prozent des Kapitals zu Beginn der Auszahlphase – ohne dass man die Zulagen zurückzahlen muss. Ein kleiner Lichtblick, oder?

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Die Reform 2027 und ihre Neuerungen

Aber das ist noch nicht alles! Der Bundesrat hat am 8. Mai 2026 dem Altersvorsorge-Reformgesetz zugestimmt. Ab 2027 wird die Riester-Rente durch das neue Modell ersetzt. Das Ziel? Die private Altersvorsorge soll gefördert und die Anzahl der Sparer erhöht werden. Es ist kein Geheimnis, dass die Verbreitung der Riester-Rente in den letzten Jahren stagnierte.

Die neuen Produkte bieten eine Wahlfreiheit zwischen einer lebenslangen Rente und einem Entnahmeplan. Die Optionen sind vielversprechend: 80% oder sogar 100% Beitragsgarantie, ein Standardprodukt mit maximal 1,0% Effektivkosten und zeitlich befristete Auszahlpläne mit 20-jähriger Auszahlphase ab 65 Jahren. Wer bereit ist, ein wenig mehr Risiko einzugehen, kann in Altersvorsorgedepots ohne Garantien investieren, die höhere Renditechancen bieten.

Die Berechnung der Zulage wird künftig beitragsproportional erfolgen. Das bedeutet, es gibt eine Grundzulage von 50 Cent pro eingezahltem Euro bis 360 Euro und darüber 25 Cent bis maximal 540 Euro jährlich. Und für Eltern gibt’s die Kinderzulage: 1 Euro pro gespartem Euro bis 300 Euro Eigenbeitrag für jedes Kind!

Ein weiterer wichtiger Punkt: Ab 2027 können auch Selbstständige und Pflichtmitglieder berufsständiger Versorgungseinrichtungen von der Förderung profitieren. Bestehende Riester-Verträge laufen weiter und genießen Bestandsschutz, sodass man den Wechsel in die neue Förderung in Betracht ziehen kann. Auch neue Verträge können parallel zu den bestehenden Riester-Verträgen bespart werden.

Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) bietet auf ihrer Internetseite FAQ an, falls man noch offene Fragen hat. Es bleibt spannend, wie sich die neue Regelung auf die Altersvorsorge der Menschen auswirken wird. Man darf gespannt sein, welche Wege die Sparer künftig einschlagen werden!