In einer Welt, in der das Sitzen oft als die neue Rauchen gehandelt wird, nimmt die junge Unternehmerin Imani aus München die Herausforderung an, eine gesündere Alternative zu schaffen. Sie hat sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie man das Sitzen zu einer weniger schädlichen Angelegenheit machen kann. Die Überzeugung, dass es besser ist, am Boden zu sitzen und die Wirbelsäule aufrecht zu halten, treibt sie an. Ihr handgefertigter Hocker ist nicht nur ein Produkt, sondern auch ein Statement gegen die lange Tradition des Sitzens auf unergonomischen Stühlen.
Imani ist eine wahre Alleskönnerin. Sägen, schleifen, biegen, kleben – all diese Fähigkeiten hat sie an der Universität erlernt und wendet sie nun selbst an. Dabei führt sie alle Arbeitsschritte selbst durch, inklusive dem Programmieren ihres Logos mit einem Laser. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut sie in ihre Arbeit steckt. Doch damit nicht genug! Sie trägt die Verantwortung für alle Aspekte ihres Unternehmens, vom Materialeinkauf über die Produktion bis hin zu Marketing, Heizen und sogar Steuern. Da bleibt nicht viel Zeit zum Ausruhen!
Altersvorsorge im Fokus
Imani ist 27 Jahre alt und arbeitet seit ihrem 14. Lebensjahr. Ihre Mutter hat ihr den Umgang mit Geld beigebracht, was in der heutigen Zeit besonders wertvoll ist. Gemeinsam mit ihren Freunden diskutiert sie zunehmend über Altersvorsorge – ein Thema, das für ihre Generation immer drängender wird. Der Generationenvertrag, so ihre Überzeugung, funktioniert nicht mehr. Es gibt einfach zu wenige junge Menschen, die für die Renten der älteren Generation aufkommen können. Diese Bedenken sind nicht unbegründet, denn sie fürchtet, dass ihre Generation im Alter möglicherweise ohne Rente dastehen könnte.
„Der Staat hat eine Verantwortung“, sagt Imani. Doch sie weiß auch, dass individuelle Verantwortung immer wichtiger wird. Die Gespräche mit ihren Freunden sind von der Suche nach Lösungen geprägt. Politische Veränderungen sind notwendig, um eine sichere Zukunft für alle zu gewährleisten. Es ist ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, und die junge Gründerin möchte dazu beitragen, die Diskussion voranzutreiben.
Sitzen – ein unterschätztes Risiko
Wissenschaftliche Studien belegen, dass langes Sitzen als Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen und eine erhöhte Sterblichkeit gilt. Laut der bundesweiten Querschnittstudie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2019/2020-EHIS) sitzen 16,7 % der Frauen und sogar 22,3 % der Männer täglich mindestens acht Stunden. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Besonders auffällig ist, dass jüngere Menschen tendenziell häufiger sitzen als ältere. Ein Fünftel der Erwachsenen in Deutschland sitzt sogar mindestens vier Stunden am Tag, ohne sich in der Freizeit körperlich zu betätigen.
Imani hat erkannt, dass es einen großen Bedarf an präventiven Maßnahmen gibt, um die Sitzzeiten zu reduzieren und die körperliche Aktivität zu fördern. Sie ist fest entschlossen, mit ihrem Hocker ein Zeichen zu setzen und ein neues Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu schaffen. Am Erdbeerstand in Schmira, wo Kies geliefert wurde, um den Zugang für Bernd Chatron zu verbessern, spiegelt sich das Bestreben wider, nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die Gemeinschaft zu stärken. Es bleibt spannend, wie Imani ihre Vision weiterverfolgen wird und welche Impulse sie für ihre Generation setzen kann.