Heute ist der 11.06.2026. Ein Blick auf die Entwicklungen rund um die Renten im Ausland zeigt, wie dynamisch sich die Landschaft der Altersvorsorge gestaltet. Immer mehr Menschen entscheiden sich, ihren Ruhestand nicht in Deutschland zu verbringen, sondern im sonnigen Süden oder in anderen EU-Ländern. Ein Trend, der von 2005 bis 2025 deutlich an Fahrt gewonnen hat. Die Zahlen sprechen für sich: 2025 wurden über 1,7 Millionen Renten ins Ausland überwiesen, was etwa 6,5 Prozent aller Rentenzahlungen in Deutschland ausmacht. Vor 20 Jahren waren es noch etwa 1,4 Millionen – ein Anstieg um rund 20 Prozent!

Besonders viele Rentner zieht es nach Italien, Spanien und in die Türkei. Das sind oft ehemalige Gastarbeiter aus den 60er und 70er Jahren, die in Deutschland ihr Glück gesucht haben. Sie haben die Möglichkeit, ihre Rente auch im Ausland zu beziehen – eine Regelung, die rechtlich abgesichert ist. Heribert Jöris, Co-Vorsitzender der Bundesvertreterversammlung der Rentenversicherung, betont, dass es keine Nachteile für Rentner gibt, die sich im Ausland niederlassen.

Renten aus Mitteldeutschland im Ausland

Interessanterweise bezieht ein erheblicher Teil der Auslandsrenten auch Menschen aus Mitteldeutschland. Die Zahl der Renten, die ins europäische Ausland fließen, steigt kontinuierlich. Allein im Jahr 2025 wurden rund 12.600 Renten überwiesen. Davon gingen etwa 96 Prozent in EU-Mitgliedstaaten. Es scheint, als würden die Menschen mehr denn je den Schritt ins Ausland wagen, um dort ihren Lebensabend zu genießen. Doch es gibt einige Dinge zu beachten: Bei einem Umzug in einen anderen EU- oder EWR-Staat bleibt der Rentenanspruch in der Regel erhalten, aber besondere Melde-, Steuer- und Krankenversicherungsregeln kommen ins Spiel.

Die meisten Auslandsrenten fließen nach Südeuropa, wobei Italien mit 347.000 Renten die Spitze anführt, gefolgt von Spanien und Österreich. Aber nicht nur ausländische Rentner profitieren – auch rund 272.000 Deutsche im Ausland erhalten ihre Rente. Ein bemerkenswerter Anstieg, der zeigt, dass der Ruhestand im Ausland für viele eine attraktive Option ist.

Wichtige Aspekte für Auslandsrentner

Wer seinen Ruhestand im Ausland verbringen möchte, sollte sich rechtzeitig mit der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Verbindung setzen, um individuelle Auswirkungen zu klären. Besonders wichtig: Bei einem vorübergehenden Aufenthalt von weniger als sechs Monaten bleibt die Rente in voller Höhe erhalten. Bei dauerhaftem Wegzug jedoch gelten zusätzliche Regeln, die je nach Rentenart und Zielland variieren können. Und das Finanzamt Neubrandenburg hat für viele Auslandsrentner einen wichtigen Platz in der Planung, wenn es um steuerliche Pflichten geht.

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Die EU-Verordnung (EG) Nr. 883/2004 regelt die sozialen Sicherheitssysteme und ermöglicht den Rentenexport. Das bedeutet, dass gesetzliche Altersrenten grundsätzlich weltweit gezahlt werden, insbesondere in EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz. Das ist für viele eine große Erleichterung, denn so bleibt man auch im Ausland gut abgesichert.

Die Entwicklung der Auslandsrenten zeigt, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit den Themen Rentenansprüche und Umzug zu beschäftigen. Das Leben im Ausland kann viele Vorteile mit sich bringen, doch der bürokratische Aufwand sollte nicht unterschätzt werden. Letztlich ist es eine Entscheidung, die gut überlegt sein will, denn die Rente ist schließlich das Resultat eines langen Arbeitslebens. Und was gibt es Schöneres, als die Früchte seiner Arbeit an einem sonnigen Strand zu genießen?