Die Rente – für viele ein Lichtblick am Ende des Arbeitslebens, aber auch ein Thema, das Fragen aufwirft. Mit einer Bruttorente von 1800 Euro liegt man in Deutschland über dem Durchschnitt. Doch was bleibt am Ende wirklich übrig, nachdem die ganzen Abzüge vorgenommen wurden? Eine spannende Frage, die nicht nur die Rentner selbst, sondern auch deren Angehörige beschäftigt.

Rentner müssen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Und ja, das tut weh, denn die Abzüge können ganz schön ins Geld gehen. Der Beitragssatz zur Krankenversicherung beträgt 14,6 % – dazu kommt ein kassenindividueller Zusatzbeitrag, der von der jeweiligen Krankenkasse festgelegt wird. Übrigens: Die Rentner selbst zahlen nur die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge, die andere Hälfte übernimmt die Rentenversicherung. Das klingt zwar fair, aber wie sieht es bei der Pflegeversicherung aus? Nun, hier hängt es von der Kinderzahl ab. Wer ohne Kind auskommt, muss ab 1. Juli 2025 sogar 4,2 % abdrücken. Mit jedem weiteren Kind sinkt dieser Satz etwas.

Steuern auf die Rente – ein undurchsichtiges Feld

Ein weiterer dicker Brocken, der den Rentnern das Leben schwer macht, sind die Steuern. Diese hängen vom Renteneintrittsalter ab und der Besteuerungsanteil steigt jährlich. Ab 2023 müssen Neurenten nur um 0,5 Prozentpunkte mehr versteuert werden. Wer also 2025 in Rente geht, kann sich auf einen Besteuerungsanteil von 83,5 % einstellen! Das bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Rente versteuert werden muss.

Der Grundfreibetrag liegt 2023 bei 10.908 Euro. Alle, die unter diesem Betrag bleiben, können aufatmen – sie zahlen keine Steuern. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Nehmen wir Bernd als Beispiel: Mit einer Bruttorente von 21.600 Euro jährlich muss er 18.036 Euro versteuern. Nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bleibt ihm eine Nettojahresrente von 20.983 Euro. Das klingt nicht schlecht, oder? Aber nach dem Abzug der Steuerlast von 504 Euro bleibt ihm monatlich nur 1.531,20 Euro. Gar nicht so viel, wenn man bedenkt, dass er seine Ausgaben decken muss.

Das Kleingedruckte und weitere Abzüge

Die Deutsche Rentenversicherung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge direkt von der Rente einzubehalten und an die entsprechenden Kassen weiterzuleiten. Das macht vieles einfacher, bringt aber auch eine gewisse Transparenz mit sich. Die Rentenbezieher müssen jedoch aufpassen, denn seit 2005 wird ein bestimmter Prozentsatz der Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen angesetzt. Das ist ein klarer Unterschied zu früher, als es noch den Ertragsanteil gab. Ob man eine Steuererklärung abgeben muss, hängt von den Gesamteinkünften ab – da kann es schnell kompliziert werden.

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Die Abzüge für die Pflegeversicherung variieren je nach Anzahl der Kinder. Wer also seine Rentenzeit etwas kinderfreundlicher gestalten möchte, sollte vielleicht über den Familiennachwuchs nachdenken! Immerhin sinkt der Beitrag, je mehr Kinder man hat. Und das ist doch auch ein Anreiz, oder?

Am Ende bleibt also die Frage: Wie viel von der Rente bleibt wirklich übrig? Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen den Abzügen und den Lebenshaltungskosten. Viele Rentner müssen sich fragen, ob sie mit der Rente über die Runden kommen – und das ist eine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist.