Die Rente – ein Thema, das uns alle früher oder später betrifft und das oft mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden ist. Besonders in der Apotheke, wo die Arbeitsbedingungen und Gehälter stark variieren können, ist es wichtig, sich mit der eigenen Altersvorsorge auseinanderzusetzen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Rentenregelungen für Angestellte in Apotheken und was man dabei beachten sollte.

Die Höhe der Rente für Angestellte in Apotheken hängt maßgeblich von den gesammelten Rentenpunkten ab. Dabei zählt jedes Jahr – egal ob man frisch aus der Ausbildung kommt oder schon jahrzehntelang im Beruf steht. Ein Rentenpunkt wird erzielt, wenn das Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro pro Jahr erreicht wird. Wer also über die Jahre hinweg gut verdient, kann sich auf eine ansehnliche Rente freuen. Beispielsweise führt eine Karriere über 45 Jahre, in der man 45 Rentenpunkte sammelt, zu einer monatlichen Rente von etwa 1.836 Euro brutto. Und ein kleiner Lichtblick für die Zukunft: Ab dem 1. Juli 2026 steigt der Wert eines Rentenpunkts auf 42,52 Euro, was die Rente auf rund 1.913 Euro erhöhen würde!

Rentenpunkte und ihre Bedeutung

Doch wie genau wird das mit den Rentenpunkten berechnet? Für PTA, also pharmazeutisch-technische Assistenten, sieht die Rechnung wie folgt aus: Im ersten und zweiten Berufsjahr gibt’s jeweils 0,6 Punkte. Ab dem dritten bis fünften Jahr wird es etwas höher – hier kommen pro Jahr 0,63 Punkte dazu. Und so geht es weiter, bis man schließlich ab dem 15. Jahr mit 0,75 Punkten pro Jahr belohnt wird. Klingt nach einem soliden Plan, oder? Allerdings müssen wir auch berücksichtigen, dass in den ersten Berufsjahren die Gehälter oft noch recht niedrig sind, was zu weniger Rentenpunkten führt.

Wenn man also 45 Jahre arbeitet, könnte die Rente für PTA theoretisch bei etwa 1.377 Euro liegen – das sind 1.435 Euro ab Juli. Das klingt nicht gerade nach einem Leben in Saus und Braus. Deshalb ist es gut zu wissen, dass die gesetzliche Rente durch die „Apotheken-Rente“ aufgebessert werden kann. Diese zusätzliche Altersversorgung basiert auf einem Arbeitgeberbeitrag und der Möglichkeit zur Gehaltsumwandlung.

Die Apotheken-Rente als Auffangnetz

Hier kommt der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) ins Spiel, der zusammen mit der Apothekengewerkschaft (ADEXA) einen Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge vereinbart hat. Diese ApothekenRente erfüllt alle tarifvertraglichen Voraussetzungen und bietet den Mitarbeitern eine zusätzliche Altersversorgung. Mit der Gehaltsumwandlung können Mitarbeiter sogar noch mehr für ihre Rente tun – da ist man schon mal auf der sicheren Seite. Wer sich unsicher ist oder Fragen hat, der kann auf einen Beispielrechner zurückgreifen, um den Aufwand zur Schließung der Versorgungslücke zu ermitteln. Persönliche Beratung wird ebenfalls angeboten, und zwar ganz unkompliziert: telefonisch oder schriftlich. Die Kontaktnummer für Apothekenleiter und Mitarbeiter ist 0800-277 3 266.

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Das deutsche Rentensystem im Überblick

Das Rentensystem in Deutschland ist ein bisschen wie ein großes Puzzle, das aus verschiedenen Teilen besteht. Es basiert auf einer gesetzlichen Pflichtversicherung, die durch betriebliche und private Altersvorsorge ergänzt wird. Hierbei kommt das Umlageverfahren ins Spiel, bei dem die aktuellen Arbeitnehmer die Renten der gegenwärtigen Rentner finanzieren. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen jeweils 9,3 % des Bruttogehalts in die gesetzliche Rentenversicherung – das ergibt insgesamt 18,6 %. Ein schicker Plan, aber auch eine große Verantwortung, vor allem angesichts des demografischen Wandels, der uns alle betrifft. Immer mehr Rentner stehen immer weniger Beitragszahlern gegenüber, was die Belastung für den Staatshaushalt steigert.

Um dem entgegenzuwirken, könnte es notwendig sein, das Rentenalter anzuheben oder zusätzliche Vorsorgeformen zu fördern. Wer also in der Apotheke arbeitet, sollte die eigene Altersvorsorge nicht auf die leichte Schulter nehmen. Informiert euch, plant voraus und nutzt die Möglichkeiten, die euch geboten werden! Denn eine gute Rente ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kluger Entscheidungen, die man heute trifft.