Riester-Rente im Wandel: Sparer fordern mehr Unterstützung und Beratung
Heute ist der 22.07.2026 und die Diskussion um die Riester-Rente wird immer lebhafter. Eine aktuelle Umfrage der Allianz Lebensversicherungs-AG hat mehr als 1.500 Menschen in Deutschland befragt, wie sie zur geförderten privaten Altersvorsorge stehen. Es wird immer deutlicher, dass viele Sparer sich eine aktivere Ansprache durch ihre Anbieter wünschen. Die Zahlen sprechen für sich: Ganze 75% der Befragten erwarten, dass ihre Anbieter oder Vermittler proaktiv auf sie zukommen. Das ist doch ein deutliches Signal, oder?
Im Mai 2026 wurde das Altersvorsorgereformgesetz verabschiedet, was die Situation für viele Riester-Versicherte verändern könnte. Die Allianz hat daraufhin 1,5 Millionen betroffene Versicherte per Brief über das Auslaufen des Neugeschäfts mit der Riester-Rente sowie über neue Förderungen informiert. Viele Menschen nähern sich nun dem Rentenalter und fragen sich: Hat sich das Sparen mit Riester-Verträgen wirklich gelohnt? Diese Frage steht im Raum und ist alles andere als trivial.
Beratungsbedarf und digitale Lösungen
Die Umfrage zeigt, dass 58% der bisherigen Riester-Versicherten eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen möchten, falls ein Wechsel zu neuen geförderten Vorsorgeprodukten in Betracht kommt. Dabei sind die Möglichkeiten der Beratung vielfältig – ob nun klassisch vor Ort oder bequem via Video-Call. Volker Priebe, Vorstand für Privatkunden und Produkte bei der Allianz, hebt hervor, wie wichtig gute Beratung und digitale Informationen in diesen Zeiten sind. Wir leben in einer Welt, in der der persönliche Kontakt manchmal schwer zu finden ist. Das bedeutet nicht, dass wir auf Informationen verzichten sollten!
Die Riester-Rente selbst wurde 2002 als private Altersvorsorgeoption eingeführt und wird staatlich finanziell gefördert. Die Verträge bieten verschiedene Möglichkeiten: ob Rentenversicherung, Fondssparplan oder Banksparplan – die Auswahl ist groß. Aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. In der Auszahlphase wandelt sich der Riester-Vertrag in eine Rentenversicherung, die in der Regel eine lebenslange Rente gewähren muss. Viele Versicherte stellen sich nun die Frage, ob die Rendite tatsächlich ausreicht, um die Rentenlücke zu schließen, die durch die Rentenreform Anfang der 2000er Jahre entstanden ist.
Statistiken und Bestandszahlen
Einen Blick auf die Zahlen zu werfen, kann helfen, ein besseres Verständnis zu bekommen. Die Anzahl der Riester-Verträge hat sich seit der Einführung stetig entwickelt. Im Jahr 2001 gab es 1,4 Millionen Verträge, und bis 2025 sind es immerhin noch 9,745 Millionen Verträge – eine beachtliche Zahl, auch wenn die Tendenz sinkt. Interessanterweise steigt der Anteil ruhender Verträge mit dem Alter des Vertragsbestands. Aktuell wird geschätzt, dass gut ein Fünftel bis knapp ein Viertel der Verträge inaktiv ist. Das lässt einen schon ins Grübeln kommen, oder?
Obwohl die Statistik auf den ersten Blick beeindruckend wirkt, gibt sie keine direkten Rückschlüsse auf die Anzahl der Personen, die tatsächlich Riester-Verträge besparen oder die staatliche Förderung erhalten. Es könnte sein, dass viele Menschen mehrere Verträge haben oder dass manche Verträge ungefördert bleiben. Das Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht regelmäßig statistische Auswertungen zur Riester-Förderung und zu den geförderten Verträgen in der Auszahlungsphase, was für viele Betroffene möglicherweise von Interesse sein könnte.
Die Welt der Riester-Rente ist komplex, das steht fest. Doch die klare Botschaft der Umfrage ist unmissverständlich: Die Sparer wünschen sich mehr Unterstützung und Beratung. Die Zeit drängt, und je mehr Menschen sich aktiv um ihre Altersvorsorge kümmern, desto besser sind sie für die Zukunft gerüstet. Das ist eine Message, die wir alle im Hinterkopf behalten sollten.