SpaceX: Der Raketenstart ins Börsenuniversum
Heute ist der 13.06.2026 und der Börsengang von SpaceX hat für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Das Unternehmen von Elon Musk gilt als das größte Debüt an der Börse überhaupt! Stell dir vor, Musk selbst schätzt den Wert von SpaceX auf etwa 1,75 Billionen US-Dollar – das ist mehr als der jährliche Wirtschaftswert von Spanien! Thomas Schwarz, Abteilungsleiter Marketing der landwirtschaftlichen Genossenschaft GS in Schneiderkrug, hat das Thema aus einem ganz besonderen Blickwinkel betrachtet. Er beschäftigt sich mit KI, Technologie, Wirtschaft und Politik und hat das Satelliteninternet Starlink verteidigt, da es Homeoffice auf dem Land ermöglicht, wo Glasfaser nicht verfügbar ist.
Die Zahlen sind beeindruckend: SpaceX hat im Jahr 2025 einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar erzielt. Davon kommen 11,4 Milliarden Dollar aus Starlink, dem Geschäftsbereich, der verlässlich Geld in die Kassen spült. Die anderen Bereiche, wie Raketenstarts und das KI-Geschäft xAI, sind da eher… naja, sagen wir mal, unter Druck. Der Umsatz aus Raketenstarts und Transport von Nutzlasten beläuft sich auf 4,1 Milliarden Dollar, während xAI und der Kurznachrichtendienst X nur 3,2 Milliarden Dollar einbringen. Die Margen in diesen Bereichen schrumpfen, weil der Entwicklungsaufwand für die Starship-Rakete und die KI-Infrastruktur enorm ist.
Starlink: Der Geldbringer
Starlink ist wirklich das Herzstück von SpaceX. Der Dienst hat seit seiner Gründung im Jahr 2019 über 10.000 Satelliten in den Orbit geschickt und ermöglicht schnelle Internetverbindungen auf allen Kontinenten. Über neun Millionen Nutzer weltweit profitieren bereits von diesem Angebot. Das jährliche Umsatzwachstum von 50 Prozent ist ein echter Lichtblick in einem sonst von Verlusten geprägten Unternehmen. Die anderen Geschäftsbereiche können da einfach nicht mithalten – die Investitionen sind hoch, während die Rückflüsse eher bescheiden ausfallen.
Aber hey, das ist SpaceX! Die Firma hat die Raumfahrt revolutioniert und führt mehr Raketenstarts durch als viele andere Länder zusammen. Die wiederverwendbaren Raketen haben die Kosten für die Raumfahrt enorm gesenkt. Man kann fast sagen, dass SpaceX das alte Raumfahrtgeschäft auf den Kopf stellt. Und während die Konkurrenz, wie Blue Origin mit ihrem Raketensystem „Blue Shepard“, und die United Launch Alliance mit der „Vulcan“-Rakete um Staatsaufträge wetteifern, hat Musk seine eigenen Zukunftsmärkte im Blick: Raumfahrt, Satelliteninternet und Künstliche Intelligenz.
Die Herausforderungen
Doch so rosig die Zukunft auch erscheinen mag, die Herausforderungen sind nicht zu übersehen. Kritiker bemängeln, dass die Indexanbieter Nasdaq und FTSE Russell die Aufnahmefristen für SpaceX drastisch verkürzt haben. Anleger, die in Indexfonds investieren, müssen Aktien kaufen, die im Index gelistet sind, ohne dass sie viel darüber nachdenken können – das kann ganz schön riskant werden. Und nicht zu vergessen: Die Altersvorsorge vieler Menschen finanziert auch die Verluste von SpaceX. Das ist ein bisschen wie ein Doppelspiel, das die Anleger in eine prekäre Lage bringt.
Die KI-Tochter xAI von SpaceX ist ein weiteres heißes Eisen. Sie entwickelt den Chatbot Grok, der als ernstzunehmender Konkurrent zu ChatGPT von OpenAI gilt. Aber die Kosten für Rechenzentren und Personal sind hoch und belasten die Bilanz. Es bleibt abzuwarten, ob dieses KI-Geschäft tatsächlich die erhofften Gewinne abwirft oder ob es sich als weiteres Sorgenkind entpuppt.
Der geplante Börsengang am 12. Juni hat bereits viel Spekulation ausgelöst. Es wird unter dem Kürzel SPCX an der Nasdaq gehandelt werden. Die Anleger sind gespannt, ob und wann SpaceX den großen Wurf landet. Musk denkt sogar an eine Notierung an der Nasdaq Texas! Aber wie immer bei großen Visionären gibt es auch hier Zweifel: Sind die hochgesteckten Ziele wirklich erreichbar? Und was ist mit den Risiken, die das Unternehmen aufgrund seiner hohen Bitcoin-Position birgt? Fragen über Fragen – die Zeit wird zeigen, ob die Anleger auf Musk setzen oder lieber auf Nummer sicher gehen.