Die gesetzliche Rente in Deutschland – ein Thema, das uns alle angeht! Immer weniger Menschen zahlen ein, während die Anzahl der Rentner stetig steigt. So stehen viele vor der Frage: Wie sicher ist unsere Altersvorsorge? Ganz aktuell wird über die Einführung einer Aktienrente nach schwedischem Vorbild diskutiert. Dabei könnte ein Teil der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt angelegt werden, was für viele neue Möglichkeiten eröffnen würde.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber wären bereit, zusätzlich 2% des Bruttogehalts in diese Aktienrente einzuzahlen. Das klingt doch nach einer soliden Idee, oder? Das Geld würde in einem Fonds mit niedrigen Kosten angelegt, mit dem Ziel, Rendite zu erwirtschaften und die Rente aufzustocken. Klar, Rendite bringt auch Risiken mit sich, aber langfristige Anlagen könnten das Risiko immerhin senken. Und eine breite Streuung der Anlagen könnte ebenfalls helfen, nicht in die Falle eines großen Verlustes zu tappen.

Ein Blick über die Grenzen

Aber wie sieht es eigentlich in anderen Ländern aus? Nehmen wir Frankreich. Dort gibt es ein chronisch defizitäres Rentensystem – 2023 wurde das Rentenalter von 62 auf 64 Jahre angehoben. Ein echter Kraftakt, der nicht ohne Proteste und Streiks vonstatten ging. Leider sind die Reformen dort meist nur punktuell und schieben den Druck in die Zukunft, ohne das System wirklich zu modernisieren. Ein Warnsignal, wie man es nicht machen sollte.

Österreich hingegen hat ein vergleichsweise hohes Rentenniveau, dank staatlicher Zuschüsse. Aber auch hier: Es werden kleinteilige Anpassungen vorgenommen, die finanziell schwer zu tragen sind. Der Unterschied zu Schweden und den Niederlanden ist frappierend. Diese Länder haben ihre Rentensysteme frühzeitig flexibilisiert und an wirtschaftliche Entwicklungen gekoppelt. Schweden etwa kombiniert Umlageverfahren mit einer verpflichtenden, kapitalgedeckten Prämienrente – 2,5 % des Einkommens werden hier angelegt. Die Rentenansprüche wachsen dynamisch mit der Lohnentwicklung und der Performance des Kapitalstocks.

Die Empfehlungen der Rentenkommission

In Deutschland hat die Rentenkommission klar formuliert, was notwendig ist: Die Rente sollte mindestens 70% des letzten Nettoeinkommens sichern. Eine Nettoersatzquote würde zeigen, wie viel Netto-Rente vom letzten Netto-Lohn übrig bleibt. Auch die digitale Rentenübersicht soll ausgebaut werden, um die Altersvorsorgeplanung zu erleichtern. Ab 2031 soll das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden, eine Maßnahme, die viele bereits im Hinterkopf haben. Und wer denkt, die abschlagsfreie Rente mit 63 für langjährig Versicherte bleibt unangetastet, wird eines Besseren belehrt – die Altersgrenze könnte auf 64 Jahre angehoben werden.

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Die Kommission hat auch weitere Empfehlungen ausgesprochen. Zum Beispiel die Verbesserung der Anrechnungsregeln in der Grundsicherung, damit Einzahler mehr Einkommen haben. Und die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in eine gemeinsame Rentenversicherung könnte eine Lösung sein, die die Altersarmut bekämpft. So wird klar, dass der Reformbedarf groß ist, und ob wir dem Druck standhalten können, bleibt abzuwarten.

Es bleibt spannend, welche Schritte als Nächstes unternommen werden. Die Diskussion um die Aktienrente ist nur der Anfang. Wie wir in Zukunft für unser Alter vorsorgen, wird uns noch lange beschäftigen.