Heute ist der 5.11.2026, und es gibt Neuigkeiten für alle, die sich Gedanken über ihre Altersvorsorge machen. Ein neues Produkt wird bald auf den Markt kommen: das Altersvorsorgedepot, auch kurz AVD genannt. Es soll im Jahr 2027 starten und hat das Potenzial, das bisherige Riester-Neugeschäft abzulösen. Aber Moment mal, das klingt ja alles ein bisschen komplex, oder? Keine Sorge, wir gehen das gemeinsam durch!

Die Details zum AVD sind für viele von uns noch ein großes Fragezeichen. Das AVD könnte eine interessante Ergänzung zur gesetzlichen Rente sein, aber es ist nicht für jede Lebenssituation die beste Wahl. Alexander Roos von der Verbraucherzentrale Bayern warnt uns, dass wir zuerst unsere finanziellen Grundlagen in Ordnung bringen sollten. Das bedeutet: Zuerst ein Notgroschen, Rücklagen für unerwartete Ausgaben und die Schulden – ganz besonders die, die auf einem überzogenen Girokonto lasten. Wer da nicht aufpasst, der zahlt schnell drauf, denn die Dispozinsen können ganz schön ins Geld gehen.

Was macht das AVD besonders?

Ein großer Unterschied zum bisherigen Riester-Produkt ist, dass beim AVD keine Beitragsgarantie verpflichtend ist. Das bedeutet, dass wir uns auf potenziell höhere Renditen durch Anlagen in Aktien, ETFs und Fonds freuen können. Für viele sicherheitsorientierte Sparer könnte das allerdings ein gewisses Risiko darstellen. Wenn du dich für das AVD entscheidest, kannst du zwischen unterschiedlichen Garantien wählen – von keiner bis hin zu 100 Prozent. Je weniger Garantie du wählst, desto mehr kannst du in Aktien investieren! Die Reform zielt darauf ab, uns langfristige Renditechancen zu bieten.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Kosten. Die Verbraucherzentrale hat da einen kritischen Blick auf Garantieprodukte geworfen – oft gibt es keine Kostenbegrenzung. Beim AVD soll es hingegen keine Abschlussgebühren geben, und die Depotführung könnte bei modernen Brokern sogar kostenlos sein. Das klingt schon mal ganz gut, oder? Aber aufgepasst: Auch hier gilt, dass sich die Kosten während der Sparphase ändern können, und Roos weist darauf hin, dass wir die Vertragsbedingungen genau unter die Lupe nehmen sollten.

Steuerliche Aspekte und Flexibilität

Wenn wir über Altersvorsorge reden, dürfen wir die Steuer nicht vergessen. Während der Ansparphase sind die Erträge im AVD steuerfrei. Zudem können wir bis zu 1.800 Euro an Eigenbeiträgen steuerlich absetzen – das ist doch ein netter Anreiz! Für Riester ist das ein bisschen anders, hier können bis zu 2.100 Euro jährlich angespart werden, was auch nicht schlecht ist. Aber die beste Nachricht? Bei beiden Modellen bleibt das Geld während der Ansparphase steuerfrei.

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Flexibilität ist ein großes Thema: Die Sparraten beim AVD sollen ähnlich wie bei einem ETF-Sparplan jederzeit geändert, ausgesetzt oder erhöht werden können. Das gibt uns die Freiheit, unser Geld so zu managen, wie es für uns am besten passt! Wer allerdings vorhat, vorzeitig zu kündigen, sollte sich bewusst sein, dass dies Rückzahlungen von Zulagen zur Folge haben kann. Das gilt für die Riester-Verträge ebenso wie für das AVD.

Was ist mit bestehenden Riester-Verträgen?

Jetzt stellt sich die Frage: Was passiert mit unseren bestehenden Riester-Verträgen? Keine Panik! Sie bleiben geschützt. Sparer können ihre Verträge unverändert weiterführen, beitragsfrei stellen oder sogar steuerfrei in ein AVD übertragen. Das ist eine große Erleichterung für alle, die in naher Zukunft in den Ruhestand gehen wollen. Wer kurz vor der Rente steht, sollte besonders gut abwägen, ob ein Wechsel sinnvoll ist oder ob die alten Verträge mit ihren Garantien und Zinsen weiterhin die bessere Wahl sind.

Ein weiterer interessanter Aspekt? Ab 2027 sollen auch Selbstständige und Freiberufler direkt förderberechtigt sein. Die Reform wird also den Zugang zur staatlich geförderten Altersvorsorge für viele Menschen erleichtern. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung – auch wenn man immer im Hinterkopf haben sollte, dass Kapitalanlagen Risiken mit sich bringen und vergangene Wertentwicklungen keine verlässlichen Aussagen über künftige Ergebnisse erlauben.

So viel dazu! Wenn du dich für das AVD interessierst, ist es vielleicht ratsam, bis zur Einführung im Jahr 2027 abzuwarten, um zu sehen, welche Produkte tatsächlich verfügbar werden. Und vergiss nicht: Verträge und Angebote sollten kritisch hinterfragt werden! Es lohnt sich, unabhängige Vergleiche anzustellen und vielleicht auch mal einen Blick auf die Stiftung Warentest zu werfen.