Heute ist der 29.10.2026 und wir werfen einen Blick auf eine spannende Neuerung in der Welt der Altersvorsorge, die vor allem für Selbstständige von Bedeutung ist. Das neue Altersvorsorgedepot hat das Potenzial, die staatlich geförderte private Altersvorsorge grundlegend neu zu gestalten. Bisher waren viele Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende von den staatlichen Zulagen ausgeschlossen – doch das ändert sich jetzt! Endlich können diese Unternehmer von den gleichen Vorteilen profitieren wie Angestellte.

Die Zahl der förderberechtigten Selbstständigen soll im Vergleich zur bisherigen Riester-Förderung deutlich steigen. Das eröffnet neue Türen, denn nun können auch sie von staatlichen Zuschüssen und Zulagen profitieren. Aber das ist nicht alles – das Altersvorsorgedepot ermöglicht einen größeren Anteil des angesparten Geldes, das am Kapitalmarkt investiert werden kann, beispielsweise in Fonds und ETFs. Das klingt erst einmal spannend, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Mehr Rendite bedeutet nämlich auch mehr Risiko. Bei manchen Modellen gibt es sogar keine Garantie auf die eingezahlten Beiträge. Das erfordert ein wenig Mut und vor allem eine gute Portion Information.

Wichtige Aspekte für Selbstständige

Wenn wir über Altersvorsorge sprechen, sind einige Faktoren von zentraler Bedeutung. Da wären zum einen die Kosten und Vertragsbedingungen, die oft das Zünglein an der Waage sein können. Auch die finanzielle Flexibilität spielt für Unternehmer eine große Rolle, denn im Alltag muss man oft spontan entscheiden, wo das Geld am besten eingesetzt wird. Christin Wiens, Redakteurin der VerkehrsRundschau, hat in einer Folge von „VR Funk“ die Chancen und Risiken des Altersvorsorgedepots für Selbstständige ausführlich erläutert. Ihre Einschätzungen sind goldwert, wenn man sich in diesem Dschungel von Angeboten und Informationen zurechtfinden will.

Ein weiteres Highlight des neuen Altersvorsorgedepots ist die Möglichkeit, für Kinder eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Jahr zu erhalten. Diese wird allerdings nur gewährt, wenn man mindestens 300 Euro Eigenbeitrag pro Jahr leistet. Und für alle, die noch jung und frisch im Berufsleben sind: Wer vor dem 25. Geburtstag einen förderfähigen Altersvorsorgevertrag abschließt, kann einmalig einen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro abstauben. Das sind doch gleich zwei Gründe mehr, um sich intensiv mit der eigenen Altersvorsorge zu befassen!

Die Anlagemöglichkeiten

Die Anlagemöglichkeiten in diesem Depot sind gesetzlich geregelt, um übermäßige Risiken zu vermeiden. Zu den erlaubten Formen zählen bestimmte OGAW-Fonds, unter denen sich auch breit gestreute Aktien-ETFs finden. Das ist besonders interessant für all jene, die auf der Suche nach renditeorientierten Kapitalanlagen sind. Aber Vorsicht: Einzelne Aktien und Kryptowährungen sind von der geförderten Altersvorsorge ausgeschlossen. Die Auswahl der verfügbaren ETFs und Fonds hängt zudem vom jeweiligen Anbieter ab. Das heißt, nicht jeder Anbieter hat die gleichen Möglichkeiten im Angebot. Wer sich also für ein bestimmtes Produkt interessiert, sollte sich genau informieren!

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Für diejenigen, die sich nicht intensiv mit ihren Anlageentscheidungen auseinandersetzen möchten, gibt es das „Standarddepot“. Hier werden die Anlagen weitgehend vorgegeben und es kommen nur zwei vom Anbieter festgelegte Fonds zum Einsatz – einer sicherheitsorientiert und der andere renditeorientiert. Die Aufteilung des Sparbeitrags ist voreingestellt, kann aber nach Belieben angepasst werden. Ein weiterer Pluspunkt: Die Effektivkosten des Standarddepots dürfen höchstens 1,00 Prozent betragen, was es für viele Anleger attraktiv macht.

Bevor die Auszahlung beginnt, wird das angesparte Vermögen schrittweise in risikoärmere Fonds umgeschichtet. Das soll verhindern, dass kurz vor dem Ruhestand größere Wertverluste auftreten – eine kluge Strategie, um die eigene Altersvorsorge zu schützen und zu sichern.