Die Welt der Altersvorsorge wird immer bunter und facettenreicher. Mehr als 78 % der Teilnehmer an betrieblichen Altersvorsorgeplänen in den USA, wie etwa dem 401(k), glauben, dass „Private Assets“ eine wertvolle Bereicherung für ihre Portfolios darstellen können. Das klingt ja zunächst mal ganz vielversprechend, oder? Doch – wie so oft im Leben – gibt es auch hier einige Haken. Ein satirischer Beitrag von MarketWatch wirft einen kritischen Blick auf diese wachsende Begeisterung für alternative Anlagen und zitiert Warren Buffett, der stets betont, wie wichtig es ist, bei solchen Investitionen vorsichtig zu sein.

401(k)-Pläne, diese steuerbegünstigten Vorsorgekonten, ermöglichen es den Beschäftigten, einen Teil ihres Gehalts einzuzahlen. Oftmals leisten auch die Arbeitgeber Zuschüsse. Bisher waren es vor allem Aktien- und Anleihefonds, die das Bild dieser Pläne prägten. Doch nun drängen Anbieter alternativer Anlagen verstärkt auf den Markt. Man könnte fast sagen, sie haben den Charme eines neuen „Alternative-Investment-Fonds“ – der angeblich vor seiner Zulassung Lobbyarbeit in Washington betreiben muss. Lustig, aber auch ein bisschen gruselig, wenn man bedenkt, dass Kritikern zufolge diese Anlagen oft mit hoher Unsicherheit und mangelnder Transparenz einhergehen.

Private Assets im Fokus

Die Diskussion um die Öffnung von Altersvorsorgeplänen für private Vermögenswerte wird in den USA heiß geführt. Und das ist nicht nur ein amerikanisches Thema. Auch für deutsche Anleger wird das Thema zunehmend relevant, da alternative Anlagen in der betrieblichen und privaten Altersvorsorge an Bedeutung gewinnen. Laut einer Umfrage von Schroders würden 52 % der Beschäftigten in private Assets investieren, wenn diese in ihrem betrieblichen Vorsorgeplan verfügbar wären. Aber – und das ist ein großes Aber – nur 23 % sind sich sicher, dass sie „sehr gut“ informiert sind. So viel zur Aufklärung!

Warren Buffett hat wiederholt vor den Risiken von Private Equity gewarnt. 2019 äußerte er Bedenken, dass die Renditen bei manchen Private-Equity-Fonds nicht auf eine transparente Art und Weise berechnet würden. Er rät dazu, bei Angeboten von Private Equity für Pensionsfonds „sehr vorsichtig“ zu sein. Auch Charlie Munger, sein langjähriger Partner, hat angemerkt, dass Anbieter manchmal „ein wenig lügen“, um mehr Anlegergelder zu gewinnen. Es ist also wichtig, sich nicht von den glänzenden Versprechungen blenden zu lassen.

Kritische Aspekte und Chancen

Private-Equity-Strategien kaufen häufig Unternehmen mit hohen Schulden – ein bisschen so, als würde man ein Haus mit einer riesigen Hypothek finanzieren. Diese Strategie hat über die Jahre von sinkenden Zinsen profitiert. Doch jetzt, mit dem Anstieg der Inflation und der Zinsen, wird dieser Hebel riskanter. Buffett warnt: Fremdfinanzierungen können zu hohen Gewinnen führen, aber auch zu Insolvenzen. Er hat kluge Köpfe gesehen, die durch übermäßigen Hebel in den Ruin getrieben wurden. Das ist kein Spaß.

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Jüngste Daten zeigen, dass das globale Buyout-Volumen im Jahr 2025 auf rund 904 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Das klingt gewaltig, stimmt’s? Doch trotz dieser boomenden Zahlen bleiben die Rückflüsse an Investoren historisch niedrig. Auch die Zahl neu aufgelegter Fonds ist in den letzten vier Jahren kontinuierlich gesunken. Investoren scheinen sich zunehmend auf etablierte Anbieter mit verlässlicher Performance zu konzentrieren. Mehr denn je ist also eine sorgfältige Auswahl gefragt.

Die Gebührenfalle

Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird, sind die Gebühren. Private-Equity-Portfolios sind teurer als passive Portfolios börsennotierter Aktien. Übliche Gebühren liegen bei etwa 2 % des verwalteten Vermögens pro Jahr plus 20 % der Bruttogewinne. Angesichts der historischen Aktienrenditen von rund 10 % pro Jahr können diese Gebühren die Rendite auf etwa 4 % pro Jahr drücken. Das ist ein gewaltiger Unterschied und sollte nicht unterschätzt werden.

So, was bleibt am Ende? Die 78 % der Befragten, die an die Vorzüge von Private Assets glauben, müssen sich fragen, ob diese Einschätzung gerechtfertigt ist. Die Risiken solcher Produkte sollten vor einer Anlage sorgsam geprüft werden. In einer Welt, in der die Finanzmärkte sich ständig wandeln, ist es entscheidend, informiert zu bleiben und kritisch zu hinterfragen. Schauen wir mal, wie sich das alles entwickelt!