Heute ist der 5.11.2026, und die Luft in der bayerischen Speditions-, Transport- und Logistikbranche knistert vor Aufregung. Am 2. November hat die Gewerkschaft ver.di in Nürnberg ihre Forderungen für die bevorstehenden Tarifverhandlungen beschlossen. Die Zeit drängt, denn ab dem 1. Dezember 2026 soll es für alle Vollzeitbeschäftigten 230 Euro mehr Monatsentgelt geben. Und auch die Auszubildenden sollen nicht zu kurz kommen: 120 Euro mehr pro Monat und Ausbildungsjahr stehen auf der Liste, dazu ein Mobilitätszuschuss von 63 Euro monatlich. Das klingt doch nach einem echten Schritt in die richtige Richtung, oder?

Doch das ist noch nicht alles. Ab Januar 2027 möchte man eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge einführen. Hierbei sollen regulär 2 Prozent des Bruttoentgelts fließen – für Geringverdienende nach § 100 EStG sogar 4 Prozent. Das sind nicht nur Zahlen, das sind Perspektiven für die Zukunft, die für viele Beschäftigte von entscheidender Bedeutung sein können. Aber wie auch schon bei vielen anderen Themen bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen verlaufen werden.

In der Warteschleife der Verhandlungen

Die Tarifverhandlungen mit dem Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) beginnen am 30. November 2026 in Aschheim. Mehrere Termine sind bereits angesetzt – der 2., 7., 8. und 16. Dezember stehen ebenfalls im Kalender. Die Spannung ist greifbar! Ver.di hat sogar Mitgliederversammlungen am 9. und 16. November geplant, um die Kollegen bestmöglich auf die Gespräche vorzubereiten. Hier sollen die Stimmen der 2.570 Befragten, darunter 250 Auszubildende, zu Gehör kommen. 66 Prozent der Teilnehmer haben eine Entgelterhöhung von mindestens 150 Euro befürwortet, und satte 90 Prozent empfinden eine betriebliche Altersvorsorge als notwendig. Wow, das sind klare Ansagen!

Die bayerischen Tariflöhne für 2026 schwanken für die gewerblichen Lohngruppen zwischen 2.809 und 2.991 Euro monatlich. In den kaufmännischen Gehaltsgruppen sind es sogar zwischen 2.589 und 4.446 Euro. So viel zur Theorie. In der Praxis sieht es allerdings so aus, dass im Straßengüterverkehr weniger als 5 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben arbeiten. Das wirft Fragen auf, nicht wahr? Und wenn man bedenkt, dass die Inflationsrate im Oktober 2026 bei 2,8 Prozent lag und die Energiepreise um 12,2 Prozent gestiegen sind – das sind alles Faktoren, die über den Tellerrand hinausblicken lassen.

Ein Blick auf die Deutsche Post AG

<pAber die Tarifforderungen beschränken sich nicht nur auf die Logistikbranche. Auch bei der Deutschen Post AG läuft eine Tarifbefragung in Bayern auf Hochtouren. Viele neue Mitglieder von ver.di kommen hinzu, während die Beschäftigten aufgefordert werden, ihre Gedanken und Einschätzungen zu wichtigen Forderungen einzubringen. Der Leiter der Tarifabteilung, Stephan Teuscher, hat bei einer Tarifkonferenz am 22. September in Augsburg einen Vortrag gehalten, der online verfügbar ist. Wer mehr erfahren möchte, kann ihn sich hier anschauen: Vortrag ansehen.

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Die Tarifkommission von ver.di wertet die bundesweiten Ergebnisse aus und wird auf dieser Grundlage die Tarifforderung für die ab Januar 2025 beginnende Tarifrunde beschließen. Es bleibt spannend, wie sich alles entwickeln wird. Das Engagement der Mitglieder, die sich aktiv an der Befragung beteiligen, ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Branche. Und ganz ehrlich, das brauchen wir auch.