Heute ist der 4.11.2026 und die Diskussion über die Altersvorsorge wird immer hitziger. Die DEVK hat eine spannende Civey-Umfrage in Auftrag gegeben, die zeigt, wie unterschiedlich die Meinungen zur Auszahlung geförderter Altersvorsorge sind. Von 2.500 Erwerbstätigen – Beamtinnen, Beamte und Selbstständige wurden dabei ausgeschlossen – hat eine klare Mehrheit von 58 Prozent den Wunsch nach einer garantierten lebenslangen monatlichen Rente geäußert. Das lässt darauf schließen, dass viele einfach auf Nummer sicher gehen wollen, was ja auch verständlich ist!

Aber es gibt auch andere Perspektiven. 16 Prozent der Befragten würden höhere monatliche Auszahlungen bevorzugen, die dann mit dem 85. Lebensjahr enden. Und 18 Prozent setzen auf eine möglichst hohe Kapitalauszahlung zu Rentenbeginn. Interessant zu sehen ist, dass selbst die jüngeren Leute – die 18- bis 29-Jährigen – ebenfalls eine lebenslange Rente favorisieren. Dort sind 53 Prozent für diese Option, während 24 Prozent eine höhere Auszahlung bis 85 Jahre und 17 Prozent eine hohe Einmalzahlung zu Rentenbeginn bevorzugen.

Neue Möglichkeiten ab 2027

Ab Januar 2027 wird die Altersvorsorgereform in Kraft treten, die verschiedene neue Auszahlungsmöglichkeiten bietet. Das Altersvorsorge-Reformgesetz, das am 8. Mai 2026 im Bundesrat verabschiedet wurde, hat zum Ziel, flexiblere, kostengünstigere und renditestärkere Produkte für die private Altersvorsorge zu schaffen. Das klingt ja schon mal vielversprechend!

Versicherte können künftig zwischen einer lebenslangen Rente und einem zeitlich begrenzten Entnahmeplan wählen. Das neue Angebot wird Produkte mit unterschiedlichen Beitragsgarantien beinhalten – von 80 bis 100 Prozent, oder sogar ohne Garantie. Die DEVK hebt hervor, dass Auszahlungsmodelle bis zum 85. Lebensjahr bei einer längeren Lebensdauer nicht ausreichen können. Das ist ein kluger Hinweis, denn viele junge Menschen haben schließlich gute Chancen, 90 Jahre oder älter zu werden.

Kundenspezifische Optionen und Förderungen

Die neuen geförderten DEVK-Vorsorgeprodukte ermöglichen eine lebenslange Rentenzahlung oder einen Raten-Auszahlungsplan, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr reicht. Die Kundinnen und Kunden können also je nach persönlicher Lebenssituation zwischen den Modellen wählen. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch wichtig für die individuelle Absicherung!

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Zusätzlich wird die staatliche Zulage künftig proportional zum Eigenbeitrag berechnet. Für jeden eingezahlten Euro gibt es eine Grundzulage von 50 Cent bis zu einem Betrag von 720 Euro und 25 Cent für weitere Beiträge bis maximal 1.800 Euro. Das bedeutet, dass die Grundzulage maximal 540 Euro jährlich betragen kann. Besonders erfreulich: Ab 2027 werden auch Selbstständige und Gewerbetreibende förderberechtigt sein, was die Sache noch interessanter macht!

Ein Blick in die Zukunft

Die Reform der privaten Altersvorsorge könnte frischen Wind bringen. Für bestehende Riester-Verträge gibt es einen Bestandsschutz, und ein Wechsel in die neuen Produkte wird möglich sein. Auch wenn das mit einigen rechtlichen Hürden verbunden sein könnte – wie etwa Wechsel- oder Vertriebskosten – ist es wichtig, rechtzeitig eine neutrale Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Deutsche Rentenversicherung bietet dazu kostenlose Intensivgespräche an, und die Verbraucherzentralen stehen ebenfalls beratend zur Seite.

Am Ende des Tages bleibt die Altersvorsorge ein Thema, das uns alle betrifft und bei dem es gilt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es wird spannend zu sehen, wie sich die neuen Regelungen ab 2027 auf die Altersvorsorge der Deutschen auswirken werden. Und wer weiß, vielleicht werden wir in ein paar Jahren auf diese Veränderungen zurückblicken und uns fragen, wie wir es früher nur ohne diese flexiblen Lösungen geschafft haben!