Zukunftsdepot: Ein neuer Hoffnungsträger für die Altersvorsorge von Familien in Österreich
Heute ist der 19.10.2026 und das Thema Altersvorsorge hat in den letzten Monaten immer mehr an Bedeutung gewonnen, insbesondere für Familien in Österreich. Die Regierung hat die Weichen für das sogenannte Zukunftsdepot gestellt, das ab dem 1. Juli 2027 in Kraft treten soll. Ein wahrer Lichtblick für Eltern, die für ihre Kinder vorsorgen möchten! Ab diesem Datum können sie pro Kind bis zu 5.000 Euro jährlich steuerbegünstigt anlegen. Das klingt doch nach einem soliden Plan, oder?
Ein paar spannende Details: Für das Zukunftsdepot fallen keine Kontoführungsgebühren an, und es gibt ein staatlich finanziertes Startguthaben von 500 Euro für jedes Kind, das ab 2027 geboren wird. Das angesparte Geld kann dann ab dem 18. Geburtstag steuerfrei entnommen werden. Ein echter Vorteil für Familien, die für die Zukunft ihrer Kinder planen. Laut dem Finanzmonitor der UniCredit Bank Austria wird das Zurücklegen von Geld für Kinder immer wichtiger, und die Umfrageergebnisse zeigen, dass finanzielle Entscheidungen zunehmend im Familienverbund getroffen werden. Das Sparbuch hat ausgedient; Wertpapiere werden immer populärer, besonders bei Frauen, Familien mit Kindern und jungen Anlegern.
Politische Einigung und Umsetzung
Es war ein langer Weg bis zur Einigung. Am 17. Oktober 2026 haben sich die ÖVP, SPÖ und NEOS auf das Zukunftsdepot geeinigt. Ursprünglich sollte es bereits am 1. Jänner 2027 starten, doch nun ist der 1. Juli 2027 fixiert. Allerdings gibt es noch keinen Gesetzentwurf oder Begutachtungsentwurf. Das heißt, es müssen noch einige Hürden genommen werden: Der Nationalrat und Bundesrat müssen den Beschluss fassen, und die Banken müssen die technische Umsetzung gewährleisten. Man sieht, es braucht noch etwas Geduld!
Das Budget für das Startguthaben beträgt 40 Millionen Euro jährlich für 2027 und 2028. Um die 75.718 Geburten, die für 2025 geschätzt werden, werden die 500 Euro Startguthaben pro Kind rund 37,9 Millionen Euro kosten. Das ist eine beträchtliche Summe, aber es könnte sich lohnen. Denn wenn 45 Prozent der Familien jährlich den Höchstbetrag einzahlen, könnte das Momentum Institut Schätzungen zufolge zu einem Steuerausfall von rund 800 Millionen Euro pro volljährig werdendem Jahrgang führen. Da wird einem schon ganz schwindelig.
Einzahlungen und Rendite
Für private Einzahlungen sind bis zu 5.000 Euro pro Jahr und Kind vorgesehen – das entspricht etwa 417 Euro im Monat. Die Veranlagung erfolgt voraussichtlich in Wertpapieren, aber welche Produkte genau zugelassen werden, steht noch in den Sternen. Die Steuerfreiheit bis zur Volljährigkeit ist ein zusätzliches Plus, und keine Kapitalertragsteuer (KESt) fällt während der Ansparphase an. Das klingt nach einem lukrativen Angebot! Aber wichtig: Vorzeitige Entnahmen sind nicht möglich, was die Planung noch einmal vereinfacht.
Die Rendite kann sich sehen lassen: Angenommen, die Eltern legen jährlich 5.000 Euro an, könnte das, bei einer Rendite von 6,7 Prozent, nach 18 Jahren einen Endwert von rund 176.243 Euro ergeben. Das ist natürlich eine Modellrechnung und keine staatliche Zusage. Bei anderen Renditen liegt der Endwert dementsprechend niedriger. Und wie sieht es mit der Inflation aus? Bei 2 Prozent jährlicher Inflation würde das Geld in 18 Jahren nur noch etwa 123.000 Euro in heutiger Kaufkraft wert sein. Das alles zeigt, dass man auch bei der Altersvorsorge langfristig denken muss.
Offene Fragen und Herausforderungen
Doch es gibt viele offene Fragen! Was passiert beispielsweise mit dem Startguthaben, wenn Eltern kein Depot eröffnen? Und wie werden Kinder behandelt, die zwischen Januar und Juni 2027 geboren werden? Auch die Frage, ob Großeltern in das Depot einzahlen dürfen, ist noch nicht geklärt. Die rechtlichen Hürden sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Eltern benötigen für bestimmte Anlagen des Kindes die Zustimmung des anderen obsorgeberechtigten Elternteils und die Genehmigung des Pflegschaftsgerichts. Das macht die Sache nicht einfacher.
Einige Stimmen fordern sogar eine Kindergrundsicherung anstelle des Zukunftsdepots. Laut A&W-Blog spart etwa die Hälfte der Familien gar nicht, und nur rund 4 Prozent könnten den Höchstbetrag ausschöpfen. Der ÖGB schätzt, dass dies nur etwa 2 Prozent der Elternhaushalte schaffen könnten. Hier ist also noch viel Luft nach oben.
Die Idee des Zukunftsdepots ist auf den ersten Blick reizvoll, doch die tatsächliche Umsetzung bleibt spannend. Eltern sollten bis zur gesetzlichen Regelung nicht untätig bleiben: Ein bestehender Sparplan kann weitergeführt werden, und Kaufbelege sowie Kontoauszüge sollten aufbewahrt werden. Letztendlich hängt der praktische Wert des Zukunftsdepots von den noch offenen gesetzlichen Details ab. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu hoffen, dass die Politiker ihre Hausaufgaben rechtzeitig erledigen.
