Heute ist der 26.10.2026 und wir widmen uns einem Thema, das viele von uns irgendwann einmal betrifft – die Altersvorsorge. Besonders Frauen stehen dabei oft vor Herausforderungen, die nicht nur finanzielle, sondern auch gesellschaftliche Hintergründe haben. Ein spannender Online-Vortrag, der sich damit beschäftigt, findet am Donnerstag, dem 12. November 2026, von 18:00 bis 19:30 Uhr statt. Unter dem Titel „Frau und Rente – was ist wichtig?“ wird die erfahrene Beraterin Alexandra Klevenz von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg das Wort ergreifen.

Der Vortrag, der nun schon zum fünften Mal angeboten wird, ist nicht nur kostenlos und online zugänglich, sondern beleuchtet auch zentrale Fragen rund um die Erwerbsbiografien von Frauen. Themen wie die Berechnung der gesetzlichen Rente, erforderliche Beitragsjahre und die Auswirkungen von Elternzeit sowie Pflegezeiten auf die Rentenansprüche werden behandelt. Ein besonders wichtiger Punkt ist, wie sich Teilzeitarbeit und Minijobs auf die Altersvorsorge auswirken. Die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises, Susanne Vierling, hebt hervor, dass Frauen statistisch häufiger von Altersarmut betroffen sind – ein Fakt, der alarmierend ist.

Altersarmut – Eine besorgniserregende Realität

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. 2024 waren in Deutschland knapp 740.000 Menschen auf Grundsicherung im Alter angewiesen – ein Rekordhoch. Besonders betroffen sind Senior:innen, die zusammen mit Kindern und Alleinerziehenden zu den am stärksten von Armut betroffenen Gruppen zählen. Rund 19,6 % der Menschen über 65 Jahren galten als armutsgefährdet. Dabei ist es besonders besorgniserregend, dass 21,6 % der Frauen über 65 Jahren in diese Kategorie fallen, während die Quote bei Männern nur bei 17,1 % liegt.

Ein Grund für diese Diskrepanz ist der Gender Pension Gap, der 2025 bei etwa 24,2 % lag. Das bedeutet, Frauen beziehen im Durchschnitt knapp ein Viertel weniger Alterseinkünfte als Männer. Diese Unterschiede sind das Resultat von geringeren Einkommen, häufigerer Teilzeitarbeit und den zahlreichen unbezahlten Care-Arbeiten, die Frauen übernehmen. Die Folgen sind oft dramatisch: Altersarmut wird zur Realität für viele, die sich darauf verlassen haben, im Alter finanziell abgesichert zu sein.

Die Bedeutung frühzeitiger Information

Ein zentraler Aspekt des Online-Vortrags liegt in der Aufklärung und der Bedeutung einer frühzeitigen Information zur Altersvorsorge. Gerade Frauen, die häufig in Teilzeit arbeiten oder aufgrund von Familienpflichten aus dem Berufsleben aussteigen, sollten sich frühzeitig mit ihrer Rentenplanung auseinandersetzen. Denn Erwerbsunterbrechungen, sei es wegen Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen, wirken sich negativ auf die Rentenansprüche aus. Ein weiterer Faktor ist der Niedriglohnsektor, in dem viele Frauen tätig sind und der oft zu einer geringeren Altersvorsorge führt.

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Wer sich für den Vortrag interessiert, kann sich unter diesem Link anmelden. Ein offenes Ohr für die Herausforderungen, die Frauen im Alter begegnen, kann nicht nur helfen, die eigene finanzielle Zukunft zu sichern, sondern auch dazu beitragen, ein Bewusstsein für gesellschaftliche Ungleichheiten zu schaffen.