Rentenplanung: So sichern Sie sich den Lebensstandard im Alter
Wenn man über die Rente nachdenkt, schwingt immer eine gewisse Unruhe mit. Ich meine, das Thema betrifft uns alle, auch wenn wir es oft gerne auf später verschieben. Aber die Realität ist: Die gesetzliche Rente wird für viele von uns in Zukunft vermutlich nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Das zeigt auch ein Artikel von Capital, der sich mit der Frage auseinandersetzt, wie viel 40-Jährige heute anlegen müssen, um ihre Rente zu verdoppeln. Konkrete Zahlen hat er zwar nicht genannt, aber die Botschaft ist klar: Es wird Zeit, aktiv zu werden!
Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) funktioniert im Umlageverfahren, das heißt, die Beiträge der aktuellen Arbeitnehmer finanzieren die Renten der heutigen Ruheständler. Dabei ist die Rentenhöhe von verschiedenen Faktoren abhängig, wie den Entgeltpunkten, dem aktuellen Rentenwert oder möglichen Zu- und Abschlägen. Ab etwa 27 Jahren erhalten viele von uns jährlich eine Renteninformation, die uns einen ersten Überblick über die eigene Rentensituation gibt. Und hey, ab 55 gibt es dann alle drei Jahre eine ausführlichere Auskunft! Das ist doch ein guter Anreiz, selbst mal einen Blick darauf zu werfen.
Was ist zu tun mit 30, 40 oder 50?
Mit 30 Jahren ist das Sparfenster noch weit geöffnet. Hier sollte man unbedingt die Renteninformation prüfen und sicherstellen, dass alle Ausbildungs- und Beschäftigungszeiten erfasst sind. Wenn da Lücken sind – und die hat fast jeder – sollten diese schnellstmöglich über „Mein Rentenkonto“ geklärt werden. Ein Notgroschen von etwa drei Nettogehältern auf einem Tagesgeldkonto kann nicht schaden, bevor man in langfristige Anlagen investiert. Breite, kostengünstige Fonds wie Welt-ETFs sind dabei ideal, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Und hey, eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) bietet sich auch an! Arbeitgeberzuschüsse und Steuervergünstigungen sind hier ein echtes Schmankerl.
Mit 40 Jahren wird die Sache dann schon ernst. Man hat oft höhere finanzielle Verpflichtungen, und da wird eine Bestandsaufnahme der bisherigen Vorsorge fällig. Hierbei kann die Renteninformation helfen, um die Rentenlücke zu berechnen. Es empfiehlt sich, 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens für die Altersvorsorge einzuplanen, also auch die bAV und private Rentenversicherungen nicht vergessen. Die Geldanlage sollte auf wachstumsorientierte Anlagen wie Aktien und ETFs verteilt werden, aber sicherere Bausteine wie Tagesgeld und Anleihen sind ebenso wichtig.
Die Herausforderungen der nächsten Jahre
Wenn man sich der 50 nähert, wird’s richtig spannend. Es ist an der Zeit, zu prüfen, ob das vorhandene Vermögen und die erwartete Rente für den geplanten Ruhestand ausreichen. Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Beratungen an – eine hervorragende Gelegenheit, um Klarheit zu bekommen. Dabei kann man auch berechnen, welche Abschläge bei einem vorzeitigen Rentenbezug zu erwarten sind. Wer Immobilien besitzt, sollte zudem sicherstellen, dass die Finanzierung bis zur Rente tragbar bleibt. Und was ist mit Mietern? Die sollten sich auch überlegen, wie steigende Mietkosten in ihre Planung passen.
Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die Rentenlücke. Sie ist die Differenz zwischen dem finanziellen Bedarf im Ruhestand und der gesetzlichen Rente. Aktuell liegt das Rentenniveau bei etwa 48 % des Durchschnittslohns, aber in den nächsten Jahren könnte sich das ändern. Um die Lücke zu schließen, sind Riester, betriebliche Altersvorsorge, ETF-Sparpläne oder andere Anlagen nötig. Und mal ganz ehrlich, es schadet nicht, auch die Inflation im Blick zu behalten – die frisst uns sonst die Kaufkraft weg, ohne dass wir es merken!
Eine kluge Altersvorsorge berücksichtigt immer die drei Säulen: die gesetzliche Rente, die betriebliche Altersvorsorge und die private Vorsorge. Das sollte regelmäßig an die jeweilige Lebensphase angepasst werden, denn wie wir wissen, das Leben ist dynamisch! Wer jetzt nicht handelt, könnte später ganz schön ins Schwitzen kommen. Also, ran an die Planung, denn die Rente kommt schneller, als man denkt!
