Rente, das Thema, das viele von uns früher oder später erwischt. Wie lange wird man im Ruhestand leben? Wie lange kann man tatsächlich von der Rente leben? Die Antwort darauf ist nicht so einfach, wie man denken könnte. Laut der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wird die durchschnittliche Rentenbezugsdauer im Jahr 2025 bei etwa 21,93 Jahren liegen. Ein Grund zur Freude? Vielleicht. Männer können mit durchschnittlich 20,30 Jahren rechnen, während Frauen sogar auf 23,47 Jahre kommen. Aber das sind nur Zahlen und spiegeln nicht das individuelle Schicksal wider.

Das Besondere an diesen Werten ist, dass sie sich auf Altersrenten beziehen, die 2025 endeten. Es muss auch erwähnt werden, dass der Rentenbeginn nicht immer mit dem tatsächlichen Ausscheiden aus dem Berufsleben übereinstimmt. Manchmal arbeiten Menschen einfach noch ein bisschen weiter oder ziehen es vor, früher in den Ruhestand zu gehen. Das macht die ganze Sache umso komplexer. Aber wie steht es um die verbleibende Lebenserwartung? Für 65-Jährige wird sie im Jahr 2025 auf 18,2 Jahre für Männer und 21,2 Jahre für Frauen geschätzt. Das bedeutet, wir können uns auf spannende Jahre freuen – vorausgesetzt, die Gesundheit spielt mit!

Rentenarten und Zugangsalter

Ein weiterer interessanter Punkt ist das durchschnittliche Zugangsalter zu neuen Altersrenten, das bei 64,68 Jahren liegt. Die Regelaltersrente beginnt im Schnitt bei 66,26 Jahren. Hier haben wir also eine klare Tendenz: Das Renteneintrittsalter steigt. Von 62,3 Jahren im Jahr 2000 sind wir nun bei rund 64,7 Jahren im Jahr 2025. Gründe hierfür sind die Anhebung der Altersgrenzen und das Auslaufen früherer Rentenarten. Wer ab dem Jahrgang 1964 geboren wurde, kann mit 65 Jahren ohne Abschläge in den Ruhestand gehen – ein kleiner Lichtblick für die, die lange gearbeitet haben.

Die Zahlen sprechen für sich: Die durchschnittliche Bezugsdauer von Alters- und Erwerbsminderungsrenten lag im Jahr 2024 bei 20,5 Jahren. Frauen genießen diese Renten im Schnitt 22,1 Jahre, während Männer nur 18,9 Jahre davon profitieren. Im Vergleich zu 2004 hat sich diese Bezugsdauer signifikant erhöht. Es zeigt sich also, dass die Menschen im Alter zunehmend auf ihre Renten angewiesen sind. Aber wie sieht es mit den Rentenbezügen selbst aus?

Wer bezieht Rente?

Am 1. Juli 2025 bezogen rund 21,5 Millionen Menschen eine gesetzliche Rente. Das ist eine ordentliche Zahl und zeigt, dass das Rentensystem auch weiterhin von Bedeutung ist. Interessant ist, dass 4,1 Millionen von ihnen sowohl eine eigene als auch eine Hinterbliebenenrente erhielten. Im Vergleich zu 2015 ist das ein Anstieg um 3,2 %. Es ist klar, dass die Zahl der Rentenbeziehenden kontinuierlich wächst, was auch an der älter werdenden Gesellschaft liegt.

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Der Altenquotient, also das Verhältnis von Rentenbeziehenden zu Menschen im Erwerbsalter, zeigt, dass wir auf Veränderungen zusteuern. 2024 kam auf 100 Erwerbstätige 33 Menschen ab 67 Jahren. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren weiter steigen, besonders mit dem Eintritt der Babyboomer in den Ruhestand. Der demografische Wandel wird also spürbare Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben.

Finanzen im Ruhestand

Wie sieht es finanziell aus im Alter? Das mittlere monatliche Nettoäquivalenzeinkommen von Menschen ab 65 Jahren lag zuletzt bei 2.080 Euro. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung mit einem Median von etwa 2.410 Euro ist das nicht gerade üppig. Besonders interessant ist die Tatsache, dass 2022 42 % der Rentnerinnen und Rentner Einkommensteuer zahlten. Der steuerpflichtige Rentenanteil lag bei vielen unter dem Grundfreibetrag. Aber ganz so einfach ist die Sache nicht – viele Rentner haben zusätzlich andere Einkünfte, was die Steuerpflicht beeinflusst.

Ein weiterer trauriger Punkt ist die Armutsgefährdung. 2025 waren 19,5 % der Menschen ab 65 Jahren armutsgefährdet. Besonders betroffen sind Frauen, die eine höhere Quote aufweisen. Der Anstieg der Grundsicherung im Alter zeigt ebenfalls, dass es für viele Menschen im Ruhestand schwierig ist, über die Runden zu kommen. Die gestiegene Zahl leistungsberechtigter Ukrainerinnen und Ukrainer ist dabei nur ein Teil des Problems.

Die Herausforderung, die vor uns liegt, ist gewaltig. Die staatlichen Ausgaben für die gesetzliche Rentenversicherung steigen unaufhörlich. 2024 wurden etwa 394,7 Milliarden Euro ausgegeben – ein Anstieg von 51,1 % seit 2014. Wir müssen uns also ernsthaft mit der Frage beschäftigen, wie wir die Rente nachhaltig sichern können, um auch künftigen Generationen ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen.