Die Rentendiskussion ist ein heißes Eisen, das viele von uns beschäftigt. Besonders wenn es um die Zahlen geht. Kabarettistin und Schauspielerin Monika Gruber ist da keine Ausnahme. In einem Podcast hat sie sich zu ihrer Rente geäußert und offenbart, dass sie nach über 20 Jahren in der Showbranche mit einer mickrigen Rente von lediglich 578 Euro rechnet. Das wirft natürlich Fragen auf, besonders wenn man bedenkt, dass die Durchschnittsrente in Deutschland im Jahr 2025 bei etwa 1195 Euro liegen soll. Frauen kommen dabei auf durchschnittlich 994 Euro, während Männer mit 1449 Euro mehr Glück haben. Ein krasser Unterschied!

Und es wird noch spannender, denn der Schlager-Sänger Jürgen Drews steht mit seiner Rente von schätzungsweise 300 Euro nicht viel besser da. Seine Tochter vermutet, dass er nach dem Karriere-Ende zwischen 200 und 300 Euro gesetzliche Rente bekommt. Andreas Hock, ein Gesprächspartner von Gruber, mutmaßt, dass Drews’ magere Rente möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass er nur wenige sozialversicherungspflichtige Jobs hatte. Das wirft ein grelles Licht auf die Herausforderungen, mit denen viele Künstler konfrontiert sind.

Künstlersozialkasse als Schutzschild

Monika Gruber weist in ihren Äußerungen auf die Künstlersozialkasse hin, ein wichtiges Instrument für selbständige Künstler. Diese Kasse ermöglicht es ihnen, Zugang zu Sozialversicherungen zu bekommen, und bietet eine Art Absicherung in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Ein echter Lichtblick! Künstler zahlen nur die Hälfte der Beiträge, da der Staat und die Auftraggeber die andere Hälfte übernehmen. Die KSK wurde 1983 ins Leben gerufen und hat vielen Kreativen die Möglichkeit gegeben, sich sozial abzusichern.

Doch nicht alle Schauspieler sind so gut geschützt. Oftmals sind sie angestellt und haben nur kurzfristige Beschäftigungen, was sie nicht immer unter den Schutz der KSK bringt. Eine Erhebung zeigt, dass viele Schauspieler mit geringen Renten auskommen müssen, weil sie nicht ausreichend in die Rentenkasse eingezahlt haben. Und das kann ganz schön frustrierend sein, wenn man bedenkt, wie viel Herzblut in die Arbeit gesteckt wird!

Altersvorsorge – ein Muss für Selbstständige

Die Diskussion über eine allgemeine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige wird immer lauter. Viele denken einfach nicht früh genug daran, und oft haben sie unregelmäßige Einkünfte. Das Risiko der Altersarmut ist real, besonders für Solo-Selbstständige. Die Bundesregierung plant, eine Altersvorsorgepflicht einzuführen, die es Selbstständigen vorschreibt, entweder in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen oder eine private Altersvorsorge zu wählen. Interessanterweise sind Künstler und Publizisten, die über die KSK versichert sind, von dieser Pflicht nicht betroffen, was ihnen etwas Luft verschafft.

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Die KSK bleibt somit ein unverzichtbarer Bestandteil des sozialen Sicherungssystems für freiberufliche Künstler und Publizisten. Auch wenn sie nicht akuten Handlungsbedarf haben, sollten sie sich dennoch mit zusätzlichen Altersvorsorgemöglichkeiten auseinandersetzen. Denn man weiß ja nie, wie der Wind weht – und ein bisschen Sicherheit kann nie schaden.