Heute ist der 15.05.2026 und ich möchte euch von einer ganz besonderen Insel erzählen: Lanzarote. Diese ruhige, rauhe Insel mit schwarzer Lava und kaum Grün ist ein Ort, der nicht nur in seiner Landschaft, sondern auch in seinem Ansatz zur Nachhaltigkeit begeistert. Hier wird Verantwortung gelebt – und das auf eine ganz eigene Art und Weise.
Wenn man durch die Straßen von Arrecife schlendert, spürt man sofort, dass Nachhaltigkeit hier kein leeres Wort ist. Ein deutsch geführtes Familienhotel setzt Maßstäbe im bewussten Umgang mit Lebensmitteln und Wasser. Die Energieversorgung erfolgt größtenteils durch Solaranlagen, und das Hotel hat sogar eine eigene Wasseraufbereitungsanlage zur Rückgewinnung von Trinkwasser. Das ist schon beeindruckend, oder? Und das Abfallmanagement auf der Insel ist vorbildlich: Papier, Glas und Plastik werden konsequent getrennt, während Öle gesondert abgeholt werden. Komischerweise wird der Plastikmüll auf Nachbarinseln recycelt – ein bisschen wie eine kleine Nachbarschaftshilfe auf hoher See.
Ein Ort der Kunst und Herausforderungen
Natürlich hat Lanzarote auch seine Herausforderungen. Der Massentourismus stellt die Einheimischen und ihre Initiativen vor große Aufgaben. Aber viele Menschen hier sind unglaublich engagiert, wenn es darum geht, Strände und Dörfer sauber zu halten. Wasserknappheit – ein zentraler Aspekt der Landschaft und der Natur – ist immer präsent. Man merkt, dass die Landwirtschaft auf dieser Insel im Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten stattfinden muss, um zu gedeihen.
Und dann ist da noch César Manrique, der die Insel mit seiner Kunst und Architektur geprägt hat. Orte wie die Jameos del Agua und der Jardín de Cactus sind nicht nur touristische Anziehungspunkte, sondern auch Ausdruck einer tiefen Verbundenheit mit der Umwelt. Manriques Einfluss zeigt sich in den weißen Häusern mit blauen oder grünen Details, die überall auf Lanzarote zu finden sind. Es ist einfach schön, durch diese Straßen zu gehen und die Kreativität zu bewundern, die hier in harmonischem Einklang mit der Natur entsteht.
Wie gesagt, Nachhaltigkeit auf Lanzarote ist ein Prozess. Es erfordert Mut, Ehrlichkeit und Konsequenz. Und wenn man sich die Mühe macht, diese kleine, aber feine Insel zu erkunden, spürt man, dass hier jeder Schritt in Richtung einer besseren Zukunft zählt. Es ist irgendwie erfrischend zu sehen, wie eine Gemeinschaft sich bemüht, ihre Umwelt zu schützen, während sie gleichzeitig den Tourismus anzieht. Ein Balanceakt, der nicht immer einfach ist, aber – hey – wer hat gesagt, dass das Leben einfach sein muss?