Heute ist der 13.05.2026 und in Stuttgart, wo die Menschen immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sind, gibt es aufregende Neuigkeiten im Bereich der Altersvorsorge. Am 1. Januar wurde der erste offizielle ETF für das neue Altersvorsorge-Depot in Deutschland ins Leben gerufen. Der Bundestag hat den Start dieses spannenden Projekts bestätigt und die Frankfurter Fondsgesellschaft Acatis hat mit dem ACATIS Altersvorsorge-Depot UCITS ETF (WKN: A428XC) einen neuen Akteur auf den Markt gebracht.
Dieser ETF, der auf XETRA gelistet ist, richtet sich hauptsächlich an die Nutzer des Riester-Nachfolgers. Mit einer Kostenquote von 0,70 Prozent will der ETF Anleger ansprechen, die auf der Suche nach einer aktiven Anlagestrategie sind. Er investiert in 50 sorgfältig ausgewählte Aktien aus einem Universum von etwa 350 Titeln. Doch ganz ehrlich, hier ist Vorsicht geboten! Anleger sollten diesen neuen ETF nicht mit passiven ETFs vergleichen. Passive ETFs sind in der Regel günstiger und haben oft eine breitere Diversifizierung. Ein Beispiel gefällig? Der SPDR ACWI IMI ETF (WKN: A1JJTC) hat seit 2011 eine beeindruckende Rendite von 410 Prozent erzielt – und das bei einer TER von nur 0,17 Prozent. Vergleichsweise hat der Acatis Aktien Global Fonds A (WKN: 978174) „nur“ eine Rendite von 281 Prozent erreicht. Da fragt man sich, ob man wirklich auf diesen neuen Zug aufspringen sollte.
Vor- und Nachteile des Altersvorsorgedepots
Das Altersvorsorgedepot hat seine Vorzüge, aber auch einige Tücken. Einer der größten Vorteile? Keine Steuern in der Ansparphase! Das bedeutet, dass während der Laufzeit keine Steuer auf die Vorabpauschale anfällt. Wenn man das mit einem normalen Depot vergleicht, gibt es hier definitiv eine bessere Entwicklung des Vermögens. Zudem erhöhen staatliche Zulagen den Depotwert und fördern die Rendite durch den Zinseszins-Effekt. Ein Beispiel: Johannes zahlt 40 Jahre lang 1.800 Euro ein und kann am Ende mit 269.000 Euro netto nach Steuern rechnen – das sind 48.000 Euro mehr als bei einem herkömmlichen ETF-Depot. Klingt verlockend, oder?
Doch die Medaille hat auch eine Kehrseite. Die Flexibilität ist eingeschränkt. Eine Auszahlung vor dem 65. Lebensjahr ist förderschädlich, und man muss alle erhaltenen Zulagen und Steuerersparnisse zurückzahlen. Die Gewinne aus der Anlage der Zulagen darf man zwar behalten, aber die Beschränkung der Anlage ist ein echtes Manko. Es gibt Einschränkungen bei den verfügbaren Fonds und Wertpapieren, was viele Anleger abschrecken könnte. Und das ist noch nicht alles – in den kommenden Monaten und Jahren werden voraussichtlich Produkte mit höheren Kosten auf den Markt kommen, die möglicherweise die Renditeerwartungen nicht erfüllen. Daher ist es wichtig, genau hinzuschauen und nicht nur auf das Kürzel Altersvorsorge-Depot zu achten.
Fazit: Ein Angebot mit Weitblick
Für alle, die über Altersvorsorge nachdenken, ist es wichtig, sich gut zu informieren. Der neue ACATIS Altersvorsorge-Depot UCITS ETF hat zwar seine Vorzüge, aber auch einige Risiken, die man nicht ignorieren sollte. Ob man sich für diesen ETF entscheidet oder lieber auf bewährte passive ETFs setzt, hängt letztlich von der individuellen Risikobereitschaft und den persönlichen Anlagezielen ab. Ein klarer Blick auf die eigenen Finanzen und die Möglichkeiten kann helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Und wer weiß, vielleicht wird der neue ETF ja irgendwann ein fester Bestandteil der Altersvorsorge in Deutschland.