Heute ist der 5.06.2026, und während die Sonne über Stuttgart aufgeht, blicken wir auf einen faszinierenden Trend im polnischen Mietmarkt, der nicht nur die Polen selbst, sondern auch ausländische Investoren in den Bann zieht. Der polnische Mietmarkt ist im Aufwind – und das gleich aus mehreren Gründen. Politische Diskussionen um den Aufkauf von Immobilien durch ausländische Investoren sind zwar im Gange, doch der Kaufrausch nimmt kein Ende. Besonders Gdańsk, das einstige Danzig, hat sich als beliebtes Ziel etabliert. Hier wird der Durchschnittspreis für Mietobjekte mit 66 Złoty (15,60 Euro) pro Quadratmeter angegeben, was es zum zweithöchsten Preis in Polen macht. Warschau führt mit 79 Złoty (18,65 Euro) die Liste an.

Anna Wojciechowska, die Marketingchefin von Robyg, hebt die Vorzüge der Wohnanlage Dobre Miejsce in Gdańsk hervor. Komfort und Funktionalität sind hier das A und O. Dennoch gibt es Bedenken. Die Partei für Recht und Gerechtigkeit (PiS) äußert Sorgen über den Aufkauf polnischer Wohnungen durch Ausländer. Abgeordneter Piotr Uściński hat klar gemacht, dass es an Schutzmechanismen für polnische Wohnungen mangelt, und das ist ein Thema, das die Gemüter erhitzt.

Ein Blick auf die Zahlen

Die Zahlen sprechen für sich: Laut dem polnischen Innenministerium wurden im Jahr 2024 über 17.000 Wohnungen von Ausländern erworben. Das sind genau 17.330 Wohnungen, die eine Gesamtfläche von über einer Million Quadratmetern abdecken. Ein bemerkenswerter Anstieg! Die durchschnittliche Größe dieser Wohnungen liegt bei über 58 m², und der Anteil ausländischer Investoren am polnischen Wohnungsmarkt beträgt etwa 5 Prozent.

Besonders auffällig ist der Anstieg der Käufe durch Ukrainer, die 2024 rund 9.000 Wohnungen erworben haben, das sind etwa 50 % aller ausländischen Käufe! Das ist ein Anstieg von über 25 % im Vergleich zum Vorjahr. Komischerweise hat das Interesse der Deutschen an polnischen Immobilien stark nachgelassen – mit einem Rückgang von fast 25 % im Vergleich zu 2023. Sie haben nur Objekte mit einer Gesamtfläche von unter 57.000 m² gekauft, was über achtmal weniger ist als die Ukrainer.

Die Zukunft des Wohnungsmarktes

Und was bringt die Zukunft? Der Wohnungsmarkt in Polen zeigt sich robust, angetrieben durch Urbanisierung und eine wachsende Nachfrage nach modernem Wohnraum. Junge Menschen ziehen Mietwohnungen vor, was den privaten Mietsektor wachsen lässt. Dies wird auch durch die Umwandlung von Büro- und Einzelhandelsflächen in Wohnungen vorangetrieben. 2024 stieg das Angebot an hochwertigen, professionell verwalteten Mietobjekten um 35 % im Vergleich zum Vorjahr.

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Zusätzlich gibt es eine wachsende Nachfrage nach Studentenwohnungen. Die Lebenshaltungskosten steigen, und die bestehenden Wohnheime decken nur etwa 11 % der Studierenden in Polens größten akademischen Zentren ab. Eine Angebotslücke, die sich nicht ignorieren lässt!

Die geopolitische Lage in der Region, insbesondere der Ukraine-Konflikt, hat ebenfalls Auswirkungen auf den polnischen Immobilienmarkt. Ukrainische Staatsangehörige füllen die Lücken auf dem Arbeitsmarkt und kurbeln die lokale Wirtschaft an. Immerhin haben viele Flüchtlinge kleine Unternehmen gegründet, was die Dynamik des Marktes weiter belebt. Die Nachfrage nach Last-Mile-Logistikzentren und kleinen Geschäftseinheiten boomt, während die durchschnittliche Leerstandsrate in beliebten Standorten bei etwa 7,4 % liegt.

Polen hat sich als wichtiger Logistik-Hub etabliert, was durch bedeutende Infrastrukturinvestitionen unterstützt wird. Ein spannendes Umfeld für Investoren, die auf renditestarke Assets und hohes Wachstum setzen. Die Zeichen stehen gut, dass Polen in den kommenden Jahren zu einer der interessantesten Immobilienchancen in Europa wird!