Heute ist der 26.10.2026 und wir haben spannende Neuigkeiten in der Welt der Altersvorsorge! Das VersicherungsJournal-Extrablatt 4|2026 ist erschienen und hat das Thema „Altersvorsorge – wie Vermittler die Reform nutzen“ in den Fokus gerückt. Ab Januar 2027 wird es einige tiefgreifende Änderungen geben, die insbesondere die Riester-Rente betreffen. Wer von uns hat nicht schon mal darüber nachgedacht, wie wir künftig für unser Alter vorsorgen können? Na, dann hören wir mal rein!

Ein zentraler Punkt der Reform ist das neue Fördersystem. Künftig können Sparer bis zu 540 Euro Grundzulage jährlich erhalten. Das klingt doch schon mal vielversprechend, oder? Aber man sollte sich auch bewusst sein, dass die Anforderungen an geförderte Produkte sich ebenfalls ändern. So entfallen die bisherigen Garantie- und Verrentungspflichten. Das bedeutet, dass auch Sparraten in ein beratungsfrei abgeschlossenes Depot gefördert werden können, solange dieses nur bis zum 85. Lebensjahr Auszahlungen vorsieht. Doch Vorsicht – nicht für jeden Verbraucher ist ein solches Modell geeignet. Wer weiß schon, ob er bis 85 fit und munter ist? Nach Angaben der Deutschen Aktuarvereinigung leben 62-jährige Frauen im Durchschnitt noch 30 Jahre. Das Risiko, dass das angesparte Kapital vor dem Tod aufgebraucht ist, besteht also durchaus.

Die Details der Reform

Das Altersvorsorge-Reformgesetz, das am 8. Mai 2026 im Bundesrat verabschiedet wurde, hat das Ziel, flexiblere, kostengünstigere und renditestärkere Produkte auf den Markt zu bringen. Zukünftig können Sparer zwischen einer lebenslangen Rente und einem Auszahlplan wählen. Hier gibt es eine Vielzahl an neuen Produktformen: von Altersvorsorgedepots ohne Garantie, die höhere Risiken und damit auch höhere Renditechancen bieten, bis hin zu Standarddepots, die einfach zu handhaben sind und deren Effektivkosten auf 1,0 Prozent begrenzt sind. Ein bisschen wie beim Einkaufen – unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Bedürfnisse.

Die staatliche Förderung wird künftig proportional zum Eigenbeitrag berechnet. Wer also bis zu 1.800 Euro jährlich in seine Altersvorsorge investiert, hat die Chance, die maximale Grundzulage von 540 Euro zu erhalten. Für jedes Kind gibt es bis zu 300 Euro Kinderzulage, sofern man auch einen entsprechenden Eigenbeitrag leistet. Das klingt alles sehr attraktiv, aber wie bei allem im Leben, sollte man auch hier genau hinschauen und prüfen, welche Variante am besten zu einem passt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Reform wird auch Selbstständige und bestimmte Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen in die Förderung einbeziehen, was eine große Erleichterung für viele sein dürfte. Das alte Fördersystem bleibt jedoch nicht auf der Strecke – bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz und können weiterhin auf die alte Art und Weise fortgeführt werden. Wer also bereits einen Vertrag hat, kann diesen nicht einfach so über Bord werfen. Ein Wechsel in einen neuen Vertrag ist zwar möglich, aber damit auch an neue Konditionen gebunden.

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Und noch ein interessanter Punkt: Die Reform greift Empfehlungen einer Fokusgruppe auf, die im Jahr 2023 ins Leben gerufen wurde. Hier haben Ministerien, Wissenschaftler, Verbraucherschützer und Anbieter gemeinsam an Lösungen gearbeitet. Es ist ermutigend zu sehen, dass es Bestrebungen gibt, die private Altersvorsorge für alle zugänglicher und attraktiver zu gestalten.

Wohin geht die Reise?

Ein weiteres Highlight des aktuellen Extrablattes ist ein Test, der untersucht, wie gut sich Kunden mithilfe von Chatbots über Altersvorsorge informieren können. Es wird spannend zu sehen, wie die digitale Welt in Zukunft Einfluss auf unsere Entscheidungen nehmen wird. Besonders für jüngere Generationen, die vielleicht nicht mehr so viel Zeit haben, um sich mit den traditionellen Beratungsangeboten auseinanderzusetzen.

Das Extrablatt ist seit dem 26. Oktober als kostenloses PDF verfügbar und bietet umfassende Informationen und eine Übersicht über 24 fondsgebundene Rentenversicherungen, die von mindestens zwei Ratingagenturen Bestnoten erhalten haben. Für alle, die sich tiefer in die Materie einarbeiten möchten, lohnt es sich, einen Blick hineinzuwerfen und sich auf den neuesten Stand zu bringen.