Die gesetzliche Rente allein ist für viele Menschen leider nicht genug. Das kann einen schon ganz schön ins Grübeln bringen. Wer denkt, er könnte im Alter einfach so leben, der irrt gewaltig. Eine Rentenlücke von über 1.000 Euro pro Monat ist keine Seltenheit. Das bedeutet, dass viele auf zusätzliche Altersvorsorge angewiesen sind, um den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Statistisch gesehen sollten wir im Ruhestand etwa 70 bis 80 Prozent unseres letzten Nettoeinkommens als Rente erwarten. Wenn wir uns das mal genauer anschauen…

Nehmen wir ein Beispiel: Jemand hat ein Nettoeinkommen von 3.000 Euro. Daraus ergibt sich ein angestrebtes Ruhestandseinkommen von etwa 2.250 Euro. Die gesetzliche Rente könnte in diesem Fall nur bei rund 1.150 Euro liegen. Und voilà – da haben wir eine Rentenlücke von 1.100 Euro. Um diese Lücke zu schließen, müsste man schätzungsweise 377.000 Euro Kapital ansparen, wenn man eine jährliche Entnahmerate von 3,5 Prozent anlegt. Das klingt nach einer Menge Geld, oder? Und das ist noch nicht alles! Wenn wir Steuern und Inflation einbeziehen, könnten wir am Ende noch mehr brauchen, um den Lebensstandard zu halten.

Zusätzliche Vorsorgemöglichkeiten

Die gute Nachricht ist, dass es verschiedene Wege gibt, diese Rentenlücke zu schließen. Ein interessanter Ansatz ist die betriebliche Altersvorsorge. Hierbei wird ein Teil des Bruttogehalts direkt in die Altersvorsorge investiert, was bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei ist. Das entspricht 2026 in Westdeutschland etwa 340 Euro pro Monat. Und oft gibt es auch einen Arbeitgeberzuschuss von rund 15 Prozent. Das ist doch ein guter Deal!

Ein weiterer Baustein kann ein ETF-Sparplan sein. Diese sind flexibel und erlauben es, die Sparraten jederzeit anzupassen oder sogar zu pausieren. Gewinne aus solchen Anlagen unterliegen allerdings der Abgeltungsteuer, die bei 26,375 Prozent liegt. Aber hey, der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr klingt doch schon mal ganz freundlich.

Die Rentenlücke im Detail

Wenn es um die Rentenlücke geht, ist es wichtig, den eigenen Bedarf richtig zu schätzen. Viele setzen hier 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens an. Es gibt aber auch Kosten, die wegfallen, wie Fahrtkosten oder Sparraten, während andere konstant bleiben, wie Miete und Versicherungen. Und dann gibt es auch die steigenden Kosten, etwa für die Gesundheitsversorgung oder Hobbys, die im Alter auf einen zukommen können. Wenn man das alles zusammenrechnet, kann der Bedarf schnell höher sein, als man denkt.

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Die Berechnung der Rentenlücke selbst ist eigentlich recht simpel. Man nimmt sein aktuelles Nettoeinkommen, multipliziert es mit 80 Prozent und zieht dann die gesetzliche Nettorente ab. Wer also 3.000 Euro netto hat, kommt auf einen monatlichen Bedarf von etwa 2.400 Euro. Wenn die erwartete Nettorente dann bei 1.400 Euro liegt, ergibt sich eine Rentenlücke von 1.000 Euro. So schnell geht das!

Langfristige Planung ist das A und O

Um die Rentenlücke zu schließen, ist es wichtig, möglichst früh mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen. Denn der Zinseszinseffekt kann langfristig Wunder wirken. Und hey, wer will schon in 30 Jahren dastehen und feststellen, dass man nicht genug gespart hat? Es ist auch wichtig, die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zu prüfen. Fehlende Zeiten können durch freiwillige Beiträge ergänzt werden, und Kindererziehungszeiten sollten nicht vergessen werden.

Ein abbezahltes Eigenheim kann im Ruhestand ebenfalls helfen, die Mietkosten zu reduzieren, auch wenn es Kapital bindet. Private Rentenversicherungen bieten eine garantierte lebenslange Rente, allerdings oft mit einer geringeren Rendite. Das ist also ein zweischneidiges Schwert.

Am Ende bleibt es dabei: Die Rentenlücke ist ein komplexes Thema, das sich nicht in ein paar Sätzen abhandeln lässt. Wer sich aber frühzeitig informiert und plant, kann die Weichen für eine entspannte Rente stellen.