Heute ist der 5.11.2026, und das Thema Altersvorsorge steht wieder im Rampenlicht. In der letzten Zeit gibt es einige Aufregung um die Riester-Verträge, besonders wenn es um den Wechsel in neue Altersvorsorgedepots (AVD) geht. Das Spannungsfeld zwischen den Interessen der Vermittler und den neuen Regelungen wird immer komplexer. Jüngste Berichte lassen vermuten, dass Vermittler bei einem solchen Wechsel nicht nur die Kontrolle über ihre Bestandsprovisionen verlieren könnten, sondern auch die Riester-Milliarden auf dem Spiel stehen. Wer hätte gedacht, dass die Altersvorsorge so viel Drama mit sich bringen kann?

Procontra berichtete, dass vier große Banken- und Fondsverbände in einem gemeinsamen Papier eindringlich an das Bundesfinanzministerium (BMF) appellierten. Der Grund? Eine mögliche Neuregelung, die die laufenden Bestandsprovisionen auf das übertragene Riester-Vermögen verhindern könnte. Das klingt auf den ersten Blick nach einer kleinen Veränderung, aber für viele Vermittler könnte dies große Folgen haben. Die Frage bleibt: Wie wird sich dies auf die Sparer auswirken, und was bedeutet das für die Zukunft der Riester-Rente?

Der Wechsel ins AVD – Was steht uns bevor?

Ab dem 1. Januar 2027 haben Riester-Sparer die Möglichkeit, ihr Guthaben in ein neues Altersvorsorgedepot (AVD) zu übertragen. Was sich zunächst wie eine positive Nachricht anhört, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich. Die Übertragung gilt als förderunschädlicher Systemwechsel innerhalb der staatlich geförderten Altersvorsorge. Das bedeutet, dass bereits erhaltene Riester-Zulagen und Steuervorteile bei einer ordnungsgemäßen Übertragung vollständig erhalten bleiben. Ein weiterer Vorteil: Während der Übertragung fällt keine Einkommensteuer an. Das klingt doch schon mal ganz gut, oder?

Aber jetzt wird es etwas kniffliger. Übertragen wird ausschließlich der Geldwert des Riester-Vertrags. Es werden also keine Fondsanteile oder Wertpapiere direkt in das neue Depot übernommen. Der alte Anbieter verkauft die Anlagen zum Übertragungsstichtag und überweist den Geldbetrag an den neuen Anbieter. Der Übertragungswert wird nach vertraglichen und versicherungsmathematischen Regeln berechnet. Und hier könnte es zu Überraschungen kommen, denn der Übertragungswert kann sich vom Wert der eingezahlten Beiträge unterscheiden.

Was müssen Sparer beachten?

Für den praktischen Wechsel gibt es einige Punkte, die Sparer im Hinterkopf behalten sollten. Zunächst einmal ist es ratsam, eine aktuelle Standmitteilung mit Garantie- und Übertragungswert anzufordern. Ein zertifizierter AVD-Anbieter sollte ausgewählt werden, und die alte Vertragsnummer muss im Übertragungsformular angegeben werden. Aber das ist noch nicht alles – die Abwicklung muss vom neuen Anbieter überwacht werden, und auch die Umstellung der Förderdaten mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZFA) sollte organisiert werden.

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Es gibt auch einige Gebühren, die im Auge behalten werden sollten. Der aufnehmende AVD-Anbieter darf für die Einrichtung und Verwaltung der Übertragung höchstens 150 Euro berechnen. Bei einem abgebenden Riester-Anbieter sind es bei einer Vertragslaufzeit von weniger als fünf Jahren ebenfalls maximal 150 Euro. Nach mindestens fünf Vertragsjahren sollte der Wechsel kostenfrei möglich sein. Das alles sind Faktoren, die Sparer genau prüfen sollten, bevor sie den Wechsel in Angriff nehmen.

Ein Blick in die Zukunft

Bei all diesen Regelungen und Veränderungen bleibt zu hoffen, dass die Sparer nicht auf der Strecke bleiben. Es wird empfohlen, vor dem Wechsel zu überlegen, ob noch mindestens 10 bis 15 Jahre bis zum Ruhestand verbleiben, ob die laufenden Kosten des AVD deutlich niedriger sind und ob ein Verzicht auf die Beitragsgarantie zugunsten höherer Renditechancen tragbar ist. Die Vorteilhaftigkeit eines Wechsels hängt stark von den individuellen Vertragsdaten und Lebensumständen ab. Es bleibt also spannend, wie sich die Lage rund um die Riester-Rente und die neuen Altersvorsorgedepots entwickeln wird.

In der Welt der Altersvorsorge gibt es immer wieder neue Wendungen und Entwicklungen. Manchmal fühlt es sich an wie ein schier endloses Puzzle, bei dem jedes Teil seinen Platz finden muss. Lassen wir uns überraschen, wie sich die Dinge entwickeln und welche Lösungen für die Sparer am Ende herauskommen. Denn eines ist sicher: Die Zukunft der Altersvorsorge ist ein Thema, das uns alle betrifft!