Neues Altersvorsorgedepot der MetallRente: Chancen und Veränderungen ab 2027
Heute ist der 6.11.2026 und die Rente rückt immer näher – zumindest für die, die sich rechtzeitig Gedanken darüber machen. Ein heißes Thema, das uns alle betrifft, ist die private Altersvorsorge. Ab Januar 2027 wird es hier einige spannende Neuerungen geben, die durch das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot (AV-Depot) entstehen. Dies soll frischen Wind in die private Altersvorsorge bringen und zusammen mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) eine solide Basis für die Zukunft schaffen. Die MetallRente plant, das AV-Depot mit der bAV zu verknüpfen, was für viele Arbeitnehmer eine echte Chance darstellen könnte.
Die MetallRente, die sich vor allem auf die Branchen Stahl, IT, Metall und Elektro sowie Kunststoff, Holz und Textil konzentriert, betreut bereits rund 52.000 Unternehmen und etwa 1 Million Beschäftigte. In Franken sind Unternehmen wie Siemens, Schaeffler und Bosch mit von der Partie. Diese bAV wird von den Betrieben organisiert, was einen direkten Zugang zu den Beschäftigten schafft. Hansjörg Müllerleile von der MetallRente betont, dass die bAV die wichtigste Säule bleibt, da sie viele Vorteile bietet, die ein privates Depot nicht ersetzen kann. Kerstin Schminke hebt hervor, dass unterschiedliche Lebenssituationen auch unterschiedliche Vorsorgebedürfnisse mit sich bringen. Und genau hier kommt das AV-Depot ins Spiel.
Die neuen Produktarten ab 2027
Ab 2027 wird die MetallRente gleich drei Produktarten anbieten: ein flexibles Altersvorsorgedepot ohne Garantie, ein stärker standardisiertes Standarddepot und einen Altersvorsorgevertrag mit Garantien. Das Ziel ist eine optimale Kombination aus bAV und privater Vorsorge. Dabei können tarifliche Leistungen zur Altersvorsorge auch in ein förderfähiges privates Produkt fließen. Eine spannende Aussicht, die viele Arbeitnehmer ansprechen dürfte!
Die neuen Produkte sollen renditestärker, kostengünstiger und einfacher sein. Es gibt sogar eine Positivliste, die festlegt, welche Vermögensgegenstände in Altersvorsorgedepots zulässig sind. Und das Standarddepot wird durch Standardeinstellungen die Produktauswahl deutlich vereinfachen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Effektivkosten werden auf maximal 1,0 Prozent pro Jahr begrenzt. Das klingt doch vielversprechend, oder?
Förderungen und steuerliche Vorteile
Mit dem neuen Fördersystem bleibt die steuerliche Freistellung der Beiträge während der Ansparphase bestehen – die Besteuerung erfolgt erst in der Auszahlungsphase. Außerdem wird die Zulage künftig beitragsproportional berechnet. Das bedeutet, für jeden Euro, den man einzahlt, gibt es eine Grundzulage von 50 Cent bis zu einem Jahresbeitrag von 360 Euro und 25 Cent für jeden weiteren Euro bis zu einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro. Das kann sich schnell summieren!
Für Eltern gibt es ebenfalls eine Kinderzulage, die bei einem Eigenbeitrag von bis zu 300 Euro gezahlt wird. Das ist doch eine tolle Unterstützung für junge Familien. Und das Beste: Der einkommensabhängige Mindesteigenbeitrag entfällt! Auch für Selbstständige und Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen wird die Förderung zugänglich. So wird ein breiter Kreis von Menschen angesprochen, was die Verbreitung der privaten Altersvorsorge sehr fördert.
Wechselmöglichkeiten und Bestandschutz
Ein weiterer Aspekt, der durch die Reform spannend wird: Bestehende Verträge, wie die Riester-Rente, bleiben bestehen und genießen Bestandsschutz. Wer möchte, kann in die neue Förderung wechseln, ohne die bereits erhaltenen Förderungen zurückzahlen zu müssen. Ein Wechsel ist auch ohne Anbieterwechsel möglich, was den Prozess zusätzlich vereinfacht.
Aber denken Sie daran, vor einem Wechsel sind individuelle Faktoren zu berücksichtigen. Produkte ohne Garantien sind eher für risikofreudige Sparer geeignet, während befristete Auszahlpläne nach 20 Jahren aufgebraucht sind. Die Wahl zwischen lebenslangen Zahlungen und befristeten Plänen ist eine Entscheidung, die gut überlegt sein will, besonders bei einer hohen Lebenserwartung.
Die Reform wird also nicht nur die Produkte selbst verändern, sondern auch, wie wir über Altersvorsorge denken. Wer sich früh damit beschäftigt, kann die Weichen für einen entspannten Lebensabend stellen. Es bleibt spannend, wie die Entwicklungen ab 2027 konkret aussehen werden und welche Möglichkeiten sich für die Menschen ergeben! Der Betrieb bleibt zwar der wichtigste Zugang zur zusätzlichen Altersvorsorge, aber die neuen Produkte und Förderungen könnten das Bild der Altersvorsorge in Deutschland nachhaltig verändern.
