Heute ist der 23.10.2026, und in der schönen Stadt Leipzig gibt es einen ganz besonderen Workshop, der alle Frauen anspricht, die sich um ihre Altersvorsorge kümmern möchten. Am Freitag, den 20. November 2026, findet im Frauenkultur Leipzig e. V. der Workshop „Verliebt, vertraut, verrechnet: Warum Frauen die Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen müssen“ statt. Ein Thema, das mehr als nur eine oberflächliche Diskussion verdient. Die Leitung übernimmt die erfahrene Claudia Kneifel aus Würzburg, die seit über 25 Jahren als Redakteurin tätig ist und sich intensiv mit den Themen Familie, Rente und Altersvorsorge beschäftigt. Vielleicht kann sie uns ja wirklich die Augen öffnen!

Die Teilnahmegebühr ist nach Selbsteinschätzung, was bedeutet, dass jede Frau in der Lage ist, sich diesen wichtigen Workshop zu leisten. In einer Zeit, in der viele Frauen in Deutschland immer noch ein Viertel weniger Alterseinkünfte als Männer beziehen, ist finanzielle Unabhängigkeit kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Mehr als 60 Prozent der Menschen im Rentenalter, die unter der Armutsgefährdungsgrenze leben, sind Frauen. Das ist eine alarmierende Zahl! Besonders Frauen über 65 Jahre sind häufig armutsgefährdet – etwa jede fünfte von ihnen ist betroffen.

Die Herausforderungen der Altersvorsorge

Ein zentraler Punkt des Workshops sind die finanziellen Folgen von Trennungen, beruflichen Pausen und anderen Veränderungen im Lebenslauf. Diese Aspekte werden oft unterschätzt. Teilzeitbeschäftigung, Minijobs und Care-Arbeit – also die unbezahlt geleistete Arbeit in Familie und Haushalt – erschweren die spätere finanzielle Absicherung erheblich. Wenn Frauen weniger Rentenpunkte sammeln, weil sie sich um Kinder oder Angehörige kümmern, wirken sich diese Entscheidungen oft bis ins hohe Alter aus. Laut der Soziologin Birgit Happel führt dauerhafte Teilzeitarbeit zu einer deutlich niedrigeren Rente. Einfach nur krass, oder?

Die Veranstaltung wird den Teilnehmerinnen Grundlagen zu Finanzen und Einblicke ins deutsche Rentensystem vermitteln. Gerade für Frauen ab 50 Jahren gibt es Möglichkeiten, kurzfristig mit der Altersvorsorge zu beginnen. Das ist eine wichtige Botschaft: Es ist nie zu spät, sich um die eigene finanzielle Zukunft zu kümmern! Und zu guter Letzt – auch wenn es oft nicht so aussieht – die strukturellen Ursachen für die Rentenlücke sind bekannt: Der Gender Pay Gap, Erwerbsunterbrechungen und steuerliche Fehlanreize sind nur einige der Faktoren, die das Ungleichgewicht verstärken.

Finanzielle Bildung für Frauen

Die Bundesregierung hat bereits Initiativen gestartet, um Frauen in finanziellen Belangen zu unterstützen. Die Plattform „Mit Geld & Verstand“ bietet Informationen über Sparen, Investieren und Altersvorsorge. Auch digitale Werkzeuge, wie die „Lebenskarte Eigenständigkeit“ vom Fraunhofer IAO, sollen helfen, finanzielle Folgen von Entscheidungen in verschiedenen Lebensphasen aufzuzeigen. Es ist wichtig, dass Frauen aktiv werden – auf drei Ebenen: Erwerbsbiografie, innerfamiliäre Finanzregelungen und eigenständiger Vermögensaufbau.

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Der Workshop bietet die Möglichkeit, frühzeitig über Rollenverteilungen und Arbeitszeiten zu sprechen. Ein gut geplanter Wiedereinstieg ins Berufsleben kann dabei helfen, später im Alter besser dazustehen. Schriftliche Ausgleichsregelungen für Care-Arbeit sind ebenfalls ein wichtiger Schritt, um im Falle einer Trennung oder im Alter nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Mündliche Zusagen sind oft nicht ausreichend, wenn es darum geht, Ansprüche geltend zu machen.

Es ist eine ganze Menge, die auf dem Spiel steht. Die Rentenlücke ist nicht nur ein statistischer Wert, sondern betrifft das tägliche Leben vieler Frauen. Bei einer exemplarischen Berechnung könnte eine Frau, die 40 Jahre Vollzeit arbeitet, im Alter mit etwa 1.700 Euro Rente rechnen. Wer jedoch nur 10 Jahre Vollzeit arbeitet, gefolgt von 25 Jahren Teilzeit, könnte auf nur 1.050 Euro kommen. Ein Unterschied, der entscheidend sein kann!

Wenn du also in Leipzig bist oder die Möglichkeit hast, an diesem Workshop teilzunehmen, lass dir diese Chance nicht entgehen. Es geht darum, die eigene finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen – und das ist ein Schritt, den jede Frau gehen sollte.