Zukunftsängste der Generation Z: Skepsis gegenüber Altersvorsorge und der Ruf nach Reformen
Heute ist der 24.10.2026 und wir werfen einen Blick auf die finanziellen Zukunftsängste der jungen Generation. Eine Umfrage des Bankenverbandes hat gezeigt, dass die Sorgen über die eigene Altersvorsorge bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen weit verbreitet sind. 2.183 Menschen ab 16 Jahren wurden befragt, und es gibt einige interessante Ergebnisse, die aufhorchen lassen.
Die Mehrheit, nämlich 65 Prozent der Befragten, schätzt ihre derzeitige finanzielle Lage als „gut“ oder „sehr gut“ ein. Doch wenn es um die Zukunft geht, wird es düsterer. Besonders die Erwerbsfähigen sind pessimistisch: 54 Prozent glauben, dass es ihnen im Alter finanziell „nicht so gut“ oder sogar „schlecht“ gehen wird. Unter den 16- bis 24-Jährigen sind es sogar 60 Prozent, die diese düstere Einschätzung teilen. Das Vertrauen in die gesetzliche Rente schwindet rasant – nur 47 Prozent der jungen Erwachsenen rechnen damit, im Alter noch eine gesetzliche Rente zu erhalten.
Die Sorgen der Generation Z
Das Bild wird noch trister, wenn wir uns die Zahlen der 18- bis 30-Jährigen ansehen. Laut einer forsa-Umfrage für ING Deutschland und Visa erwarten 49 Prozent dieser Altersgruppe, im Alter überhaupt eine gesetzliche Rente zu erhalten. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Rückgang um 7 Prozentpunkte. Ein weiteres alarmierendes Ergebnis: Nur 5 Prozent glauben, dass die gesetzliche Rente ihren Lebensstandard sichern wird. Die Sorgen um Altersarmut sind greifbar – ganze 79 Prozent der Befragten machen sich darüber Gedanken.
Und obwohl das Vertrauen in die gesetzliche Rente schwindet, zeigt sich ein starkes Interesse an der eigenen Altersvorsorge. 53 Prozent der befragten jungen Erwachsenen sparen bereits für das Alter. Diese Diskrepanz zwischen Skepsis und Handeln ist bemerkenswert. Viele wünschen sich mehr Informationen und Orientierung, um den Schritt zur privaten Vorsorge zu wagen.
Die Zukunft der Altersvorsorge
Die geplante Rentenreform, die ab 2027 ein Altersvorsorgedepot einführen soll, könnte einen Lichtblick bieten. 65 Prozent der jungen Erwachsenen bewerten dieses Angebot als attraktiv. Es soll die Riester-Rente ablösen und eine kapitalgedeckte Säule in die Altersvorsorge integrieren. Aber hier ist Vorsicht geboten: Das Depot bietet keine Kapitalgarantie, und die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Das Vertrauen in die Finanzprodukte ist bei 31 Prozent der 18- bis 29-Jährigen ein großes Hindernis, während 30 Prozent an fehlendem finanziellen Spielraum leiden.
Die Zahlen zeigen, dass die junge Generation sich mit ihrer Altersvorsorge auseinandersetzt, jedoch oft auf Skepsis und Unsicherheiten stößt. Es wird spannend zu sehen, ob die neuen Angebote wirklich dazu beitragen können, die in den Umfragen festgestellten Vertrauensprobleme zu verringern.
Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, hat die Dringlichkeit der Situation erkannt und fordert eine rasche Umsetzung geplanter Reformen. Es ist klar, dass die Ängste der jungen Generation ernst genommen werden müssen, um einen positiven Blick auf die eigene finanzielle Zukunft zu fördern.
