Heute ist der 2.11.2026 und es gibt spannende Neuigkeiten für alle Riester-Sparer! Ab Januar 2027 wird mit dem Altersvorsorgedepot ein neuer, staatlich geförderter Ansatz für die private Altersvorsorge das Licht der Welt erblicken. Die Idee dahinter? Ein flexibler, renditestarker Weg, um für das Alter vorzusorgen. Das wird schon mal heißen, dass Riester-Sparer künftig die Wahl zwischen ihrem bisherigen Vertrag und einer neuen Anlage in Aktien-ETFs haben werden. Und lasst euch gesagt sein: Das neue Modell verspricht einiges!

Was steckt dahinter? Nun, die Aussicht auf höhere Renditen und verlockende Zulagen ist nicht zu verachten. Doch es gibt einen Haken: Eine Kapitalgarantie sucht man vergebens. Das bedeutet, dass die neuen Angebote größere Kursschwankungen mit sich bringen können. Ein gewisses Risiko bleibt also, aber für viele könnte sich das auszahlen – vor allem für jene, die noch mehr als zehn Jahre bis zur Rente haben oder teure Versicherungs- oder Fondssparverträge in den Händen halten.

Die Zahlen sprechen für sich

Die Modellrechnung für eine kinderlose Sparerin mit einem Bruttojahreseinkommen von etwa 49.400 Euro zeigt auf, was möglich ist. Bei einem Eigenbeitrag von 150 Euro monatlich und einer Laufzeit von 30 Jahren könnte das Kapital im bisherigen Riester-Vertrag bei rund 95.300 Euro liegen. Im Gegensatz dazu: Das Altersvorsorgedepot könnte auf stolze 244.800 Euro wachsen! Das macht einen rechnerischen Unterschied von etwa 149.500 Euro zugunsten des neuen Modells – ein Pfund, mit dem man wuchern kann.

Die Berechnung berücksichtigt eine angenommene Nettorendite von 7,4 Prozent, was zwar verlockend klingt, aber auch nicht garantiert ist. Schließlich können Aktienkurse auch mal in den Keller rauschen. Und immerhin – vor der großen Entscheidung wird geraten, sich gründlich über die eigenen Möglichkeiten zu informieren. Denn nicht jeder Wechsel ist für jeden Sparer eine gute Idee. Wer weniger als zehn Jahre bis zur Rente hat, sollte genau hinsehen.

Ein Blick auf die neue Förderung

Das Altersvorsorge-Reformgesetz, das am 8. Mai 2026 im Bundesrat verabschiedet wurde, bringt noch mehr Neuerungen mit sich. Ab 2027 wird die Riester-Rente durch ein neues, staatlich gefördertes Modell ersetzt. Ziel ist es, die private Altersvorsorge flexibler, kostengünstiger und renditestärker zu gestalten. Zukünftig können Sparer zwischen verschiedenen Produktformen wählen: von einem lebhaften Altersvorsorgedepot ohne Garantien bis hin zu Garantieprodukten, die einen gewissen Schutz bieten.

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Die neue Förderung wird dabei proportional zum Eigenbeitrag berechnet. Für jeden eingezahlten Euro gibt es 50 Cent Grundzulage – maximal 360 Euro. Und für Kinder gibt es sogar eine zusätzlich Kinderzulage von bis zu 300 Euro, was das Ganze noch attraktiver macht. Wer sich über die steuerlichen Aspekte Gedanken macht, sollte wissen, dass die Beiträge weiterhin als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Allerdings: In der Auszahlungsphase wird kräftig besteuert.

Was bedeutet das für bestehende Verträge?

Ein großer Pluspunkt für alle, die bereits einen Riester-Vertrag haben: Diese Verträge laufen weiter und genießen Bestandsschutz. Ein Wechsel in die neue Förderung ist durch eine einfache Erklärung möglich, und die bereits erhaltene Förderung muss nicht zurückgezahlt werden. Aber Vorsicht: Bei einem Wechsel könnten Kosten anfallen, und es ist wichtig, die individuellen Vor- und Nachteile genau zu prüfen.

Ein weiterer Punkt, den man im Hinterkopf behalten sollte: Wer neben seinem bestehenden Vertrag einen neuen abschließt, unterliegt den neuen Regelungen auch beim alten Vertrag. Das könnte sich auf die Vorteile auswirken. Die Deutsche Rentenversicherung bietet übrigens kostenlose Beratungsgespräche zur Altersvorsorge an, wenn man sich unsicher fühlt.

Insgesamt stehen wir vor einer spannenden Wende in der Altersvorsorge. Die neuen Möglichkeiten könnten viele Menschen dazu ermutigen, sich intensiver mit ihrer finanziellen Zukunft auseinanderzusetzen. Und das ist ja nie verkehrt!