Heute ist der 11.05.2026, und während wir durch den Alltag in Stuttgart schlendern, schwirren Gedanken über Altersvorsorge und finanzielle Sicherheit durch die Köpfe vieler Menschen. Ein Thema, das besonders Frauen betrifft, ist die Altersarmut, die sich wie ein Schatten über die Zukunft vieler Frauen legt. Im Jahr 2025 bezogen Frauen rund 37 Prozent weniger Alterseinkünfte als Männer. Das ist schon eine Hausnummer! Über 21,6 Prozent der Frauen über 65 Jahre gelten als armutsgefährdet – und das ist mehr als nur alarmierend.

Wenn wir uns die Zahlen genauer anschauen, wird deutlich, dass 42 Prozent der Frauen über 75 Jahre auf Grundsicherungsrente angewiesen sind – im Vergleich zu nur 29 Prozent der Männer. Die Ursachen sind vielschichtig. Frauen haben oft niedrigere Erwerbseinkommen, arbeiten häufiger in Teilzeit und unterbrechen ihre Karrieren für Kindererziehung oder Pflege. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass sie weniger Rentenpunkte sammeln und ihre Ersparnisse über einen längeren Zeitraum aufteilen müssen. Die höhere Lebenserwartung spielt ebenfalls eine Rolle, denn was nützt es, lange zu leben, wenn das Geld nicht reicht?

Der Gender Pension Gap

Der Gender Pension Gap, der eng mit dem Gender Pay Gap verknüpft ist, beschreibt diese Ungleichheit in der Altersvorsorge. Frauen verdienen im Durchschnitt weniger. Es ist kaum zu fassen, wie oft finanzielle Abhängigkeit innerhalb von Partnerschaften falsche Anreize setzt und langfristig die Unabhängigkeit gefährdet. Strategische Planung wird somit in der Familienphase wichtiger denn je. Dabei dürfen die Aufteilung von Erziehungszeiten und die Nutzung staatlicher Förderungen nicht vergessen werden.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass jedes zusätzliche Jahr in Vollzeitbeschäftigung sich positiv auf die Rentenhöhe auswirkt. Vor dem Ruhestand sollte auf jeden Fall eine gründliche Bestandsaufnahme der eigenen Renten- und Vorsorgesituation stattfinden – denn „wer nicht plant, plant zu scheitern“. Es ist einfach entscheidend, in der Erwerbsphase unabhängig zu bleiben, um auch im Alter selbstbestimmt leben zu können.

Frühzeitige Maßnahmen sind gefragt

Frühzeitige Maßnahmen zur Einkommensentwicklung und Altersvorsorge sind daher unerlässlich. Es ist nicht nur eine Frage der Zahlen, sondern auch der Würde und Unabhängigkeit. Altersarmut sollte nicht als Schicksal hingenommen werden. Es gibt Wege, sich rechtzeitig abzusichern. Die Diskussion muss weitergeführt werden, denn jeder sollte die Möglichkeit haben, ein Leben in Würde zu führen, auch im Alter. Es ist höchste Zeit, das Thema auf die Agenda zu setzen und darauf aufmerksam zu machen.

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In Stuttgart und darüber hinaus sollten wir mehr Bewusstsein für diese Themen schaffen. Vielleicht können wir ja auch einmal eine Podiumsdiskussion organisieren oder Workshops anbieten, um Frauen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie für ihre finanzielle Unabhängigkeit brauchen. Wer weiß, vielleicht hat der Austausch in der Community ja den einen oder anderen inspirierenden Gedanken zur Folge!