Heute ist der 13.05.2026, und in der Welt der Altersvorsorge braut sich etwas zusammen. Wie ein Gewitter am Horizont, kündigen Verbraucherschützer Probleme bei Garantien an, die für viele Sparer wie eine trügerische Sicherheit erscheinen. Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist besorgt über die Riester-Rente und warnt, dass Garantien oft zulasten der Rendite gehen. Es ist fast so, als ob man einen schimmernden Goldring sieht und nicht merkt, dass er aus Plastik ist. Zu oft fehlt es an Transparenz über die tatsächlichen Renditechancen und die damit verbundenen Risiken.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Union Investment. Die Kritik ist nicht von der Hand zu weisen: Die Interessen der Sparer scheinen nicht im Mittelpunkt ihrer Produktentwicklung zu stehen. Im gesetzlich vorgeschriebenen Standardprodukt kommen keine klassischen passiven ETFs zum Einsatz – stattdessen setzen sie auf aktive ETFs. Solche Fonds orientieren sich zwar an einem Index, versuchen aber, durch Eingriffe eine bessere Wertentwicklung zu erzielen. Ob das tatsächlich funktioniert? Nauhauser äußert Skepsis gegenüber diesem aktiven Management, denn oft führt es zu schlechteren Ergebnissen.
Was bedeutet das für die Sparer?
Langfristig, und das ist vielleicht das Besorgniserregendste, können die Kosten die Rendite schmälern, egal welche höheren Renditen versprochen werden. Und in Zeiten schwacher Börsenphasen müssen Anbieter Geld aus Aktien abziehen, was die Rendite weiter beeinträchtigt. Man denkt an die Finanzkrise oder die ersten Monate der Corona-Pandemie, als diese Probleme besonders sichtbar wurden – ein Albtraum für jeden, der auf die Riester-Rente setzt.
Das Lebenszyklusmodell von Union Investment versucht, Kursschwankungen vor der Auszahlphase abzufedern, indem das Vermögen in einen europäischen Rentenfonds umgeschichtet wird. Aber auch hier ist Nauhauser skeptisch. Taktische Abweichungen vom Index in Lebenszyklusmodellen werden als Versuche des Market-Timings kritisiert – ein riskantes Spiel, bei dem die Sparer am Ende oft auf der Strecke bleiben.
Ein Blick in die Zukunft
Mit den neuen Altersvorsorgeprodukten, die 2027 auf den Markt kommen sollen, wird es spannend. Verbraucherschützer warnen vor teuren Rentenfallen. Wer jetzt nicht aufpasst, könnte in eine der vielen Fallen tappen, die auf dem Weg zur Altersvorsorge lauern. Die Unsicherheiten, die mit aktiven Fonds und deren Kostenstruktur verbunden sind, könnten für viele Sparer den Unterschied zwischen einem komfortablen Ruhestand und einer finanziellen Durststrecke bedeuten.
Wie heißt es so schön? Man sollte die Fische fangen, bevor sie im Wasser schwimmen. In diesem Sinne ist es ratsam, sich jetzt über die verschiedenen Angebote zu informieren und die eigenen Optionen gut abzuwägen. Wer da nicht aufpasst, könnte am Ende mit leeren Händen dastehen.
Weitere Informationen finden Sie auf verbraucherschutzforum.berlin.