Heute ist der 3.11.2026 und wir schauen uns mal an, wie es so um die Renten in Europa steht. Ein heißes Thema, das uns alle betrifft, denn irgendwann sind wir alle mal im Ruhestand. Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 waren 21,6 % der EU-Bevölkerung mindestens 65 Jahre alt. Da ist also eine ganze Menge los. Italien führt die Liste mit 24,3 %, gefolgt von Deutschland mit 22,4 %. Das sind ganz schön viele ältere Menschen, die auf ihr Geld angewiesen sind.

Eine Datapulse-Studie hat die Rentenhöhen mit den Ausgaben von Menschen ab 60 Jahren verglichen. Die Ausgaben wurden dabei auf das Preisniveau von 2023 hochgerechnet. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die jährlichen Bruttorenten schwanken zwischen 4.239 Euro in Serbien und 34.413 Euro in Luxemburg. Deutschland liegt mit durchschnittlich 19.100 Euro im oberen Mittelfeld. Aber halt! Nur in vier Ländern reichen diese Renten tatsächlich aus, um die jährlichen Ausgaben zu decken. Das sind Rumänien, Tschechien, Polen und Spanien. In Deutschland hingegen stehen den 19.100 Euro Rente satte Ausgaben von 28.700 Euro gegenüber. Oha, das sind 33 % mehr, als die Rente hergibt!

Die Lücke zwischen Rente und Ausgaben

Wenn das keine alarmierenden Zahlen sind! Die größten Differenzen findet man in Kroatien, wo die Rentner nur 5.600 Euro Rente bekommen, während die Ausgaben bei 9.300 Euro liegen. Und auch in Norwegen ist die Situation alles andere als rosig: 29.200 Euro Rente stehen 46.100 Euro Ausgaben gegenüber. Die Studie hebt hervor, dass die finanzielle Situation im Ruhestand sowohl von der Rentenhöhe als auch von den Lebenshaltungskosten abhängt. Mit anderen Worten: Ein bisschen Ersparnis ist für die meisten Rentnerinnen und Rentner ein Muss.

Ein weiterer Punkt, den wir nicht außer Acht lassen sollten: Die alternde Bevölkerung. Die EU-Mitgliedstaaten müssen sich darauf einstellen, dass die Zahl der Rentnerinnen und Rentner in Zukunft weiter steigen wird. Das stellt die Rentensysteme vor große Herausforderungen. Ein Blick auf die internationalen Rechnungslegungsstandards zeigt, dass ein umfassender Überblick über Rentenansprüche unerlässlich ist. Die nationalen Rentensysteme variieren stark und sind oft nicht aufeinander abgestimmt. Hier kommen die zusätzlichen Rententabellen ins Spiel, die seit 2018 an Eurostat übermittelt werden müssen. Das ist eine Art Sicherheitsnetz, um die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen zu gewährleisten.

Der OECD-Pensionsbericht 2025

Wie sieht es aber weltweit aus? Der jüngst veröffentlichte OECD-Pensionsbericht 2025 zeigt, dass Rentensysteme in Industriestaaten unter Druck geraten. Die Alterung und veränderte Erwerbsbiografien setzen dem System zu. Im Jahr 2025 wird der Anteil der Menschen ab 65 Jahren im Vergleich zu den 20- bis 64-Jährigen von 33 auf 52 steigen. Das lässt erahnen, wie stark umlagefinanzierte Systeme belastet werden. Länder wie die Niederlande, die verpflichtende kapitalgedeckte Säulen haben, können die demografischen Herausforderungen besser abfedern. Im OECD-Durchschnitt liegt die Nettoersatzquote für Durchschnittsverdienende bei 63,2 %. Für Geringverdienende sind es sogar 76 %. In Deutschland hingegen liegt die Quote für Durchschnittsverdienende bei 53,3 %. Und das ist – um es mal freundlich zu sagen – nicht gerade berauschend.

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Das Rentenalter wird in vielen OECD-Staaten an die Lebenserwartung gekoppelt. Für heutige Berufseinsteiger liegt das reguläre Rentenalter im Durchschnitt bei Mitte sechzig. Und die geschlechtsspezifische Rentenlücke? Die beträgt weiterhin rund 25 %. Ein weiteres Thema, das dringend angepackt werden muss. Klar ist: Ohne ergänzende Vorsorge wird es schwierig, die Lücken zwischen Erwerbs- und Alterseinkommen zu schließen.

Die Diskussion um die Altersvorsorge wird also nicht weniger spannend. Es bleibt abzuwarten, wie sich die verschiedenen Länder anpassen und welche Lösungen gefunden werden, um die Renten auch in Zukunft abzusichern. Die Herausforderungen sind groß, aber vielleicht können wir gemeinsam die richtigen Schritte gehen. Und wenn wir das alle im Blick behalten, könnte die Zukunft der Altersvorsorge vielleicht doch ein bisschen heller sein.